Aufbau und Nutzung des FMT-Bildarchivs

1. Nacht-Demo in Berlin 1977, Bildquelle: EMMA-Archhiv, ©Margarete Redl-von Peinen
FT.01.Dohm.02, Public Domain
Hedwig Dohm, 1870

Mit einem permanent aktualisierten Bildarchiv  von rund 8.000 Bildern – Fotos, Flugblättern, Plakaten – ging der FMT (FrauenMediaTurm) 2008 online. Parallel zur Literaturdatenbank mit ihren über 60.000 verschlagworteten Texten stellt der FMT damit visuelle Dokumente ins Netz.

Es ist (nach unserer Kenntnis) das weltweit größte Bildarchiv mit feministischem Blick – der Versuch, weibliche Persönlichkeiten und frauenrelevante Events von gestern und heute so objektiv und informativ darzustellen, wie es nach Materiallage möglich ist. Das Bildarchiv konnte auf einer sehr breiten Basis starten, de der EMMA-Verlag dem FMT sein gesamtes, über Jahrzehnte gewachsenes Fotoarchiv zur Verfügung gestellt hat. Es ist das erste Mal, dass ein politisches Archiv systematisch nicht nur Texte, sondern auch Bilder in diesem Umfang online öffentlich macht.

Warum? Wir leben in einem visuellen Zeitalter. Bilder sagen oft mehr als Worte. Und gerade das Frauenbild wird im 21. Jahrhundert vor allem von Bildern geprägt: von „Germanys next Topmodel“ bis zur Kanzlerin, wie die tägliche Praxis der Moden gerade am Beispiel von emanzipierten Frauen zeigt. Bilder von Top-Frauen aber sind häufig kaum auffindbar oder nur im Greisenalter (historisch) bzw. manipulativ. Bilder können lügen und manipulieren wie Texte. Dem setzt der FMT Bilder entgegen, die versuchen, weiblichen Persönlichkeiten umfassend gerecht zu werden. Und die für Frauen wichtige Ereignisse dokumentieren.

© Michael Meyborg (FMT-Signatur: FT.02.0026)
Demo gegen BVG-Urteil, 1975

Ein Schwerpunkt von FMTvisuell sind Porträts von Pionierinnen gestern und heute: Feministinnen, Menschenrechtlerinnen, Politikerinnen, Künstlerinnen, Schriftstellerinnen, Forscherinnen, Sportlerinnen etc. Prominente wie (bisher) weniger bekannte Frauen. Schon das Aufspüren und Auswählen der Fotos und Flugblätter war und ist eine wahre Pionierarbeit.

Eine weitere Entdeckung in FMTvisuell sind die 600 Flugblätter und 200 Plakate. Manche sind fast hundert Jahre alt oder auch ganz aktuell, die meisten jedoch aus den 1970er und 1980er Jahren, dem Aufbruch der Neuen Frauenbewegung. Diese Dokumente sind oft der erste und direkteste Ausdruck der frühen Feministinnen und von einem mitreißenden Elan. Auch dieser Fundus ist von nun an online recherchierbar und bietet so JournalistInnen, ForscherInnen wie PolitikerInnen unmittelbare Einblicke in

Jutta Limbach, erste Richterin am Bundesverfassungsgericht

FMTvisuell versteht sich mit dieser Bild-Dokumentation  als Mittlerin: zwischen den Interessierten in Medien wie Forschung einerseits, sowie den FotografInnen bzw. RechteinhaberInnen andererseits. Der FMT konnte diese Pionierarbeit nur stemmen dank der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit FotografInnen sowie namhaften Archiven und Agenturen wie argus Fotoagentur GbRbpk- Bildarchiv Preussischer KulturbesitzFrank + Marc Darchinger GbRBettina Flitnerlaif – agentur für Photos und reportagenOstkreuz – Agentur der Fotografenphotothek.net Fotoagentur GbRSwarthmore College Peace Collectionullstein bild  und vario images.

Die Geschichte der Frauen ist geprägt von Vergessen und Manipulation. Der FrauenMediaTurm hält nicht nur mit Texten, sondern auch mit Bildern dagegen. Denn Geschichte vermittelt sich nicht nur mit Worten, sondern auch – und vielleicht vor allem – in Bildern. Die Geschichte und Gegenwart der Frauen kann im FMT auch bildhaft recherchiert werden.

Nutzung der Bilder:

Honorare für die Bilder richten sich nach dem Nutzungsmedium und der Auflage/Verbreitung der Publikation. Diese gelten nur für eine einmalige Nutzung für den angegebenen Zweck und Umfang.  Ermäßigungen für gemeinnützige Institutionen und wissenschaftliche Nutzungen sind möglich.

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