Neue Frauenbewegung: Frauenprojekte

Zeichnung Hedwig aus Frauenkalender

„Ein Raum nur für uns Frauen!“ So lautete das Credo der autonomen Frauenprojekte, die sich ab Beginn der 1970er-Jahre mit dem Start der Frauenbewegung gründeten. So eroberten sie sich verschiedene Räume: Sie initiierten Frauencafés, Frauenkneipen und Frauenzentren, um sich ohne männliche Bevormundung auszutauschen und sich, statt wie gewohnt auf Männer, aufeinander zu beziehen. Sie gründeten Frauenarchive,  Frauenverlage und Frauenbuchläden, um weibliches Wissen wiederzuentdecken, zu sammeln und um „ihre“ Themen publizieren zu können.  Auch die ersten Frauenhotels und Frauenbildungshäuser entstehen in dieser Zeit. 

Januar 1973

Button (FMT-Signatur: VAR.02.015)
Button, undatiert

In Berlin gründen rund 120 Frauen das erste Frauenzentrum Deutschlands in der Kreuzberger Hornstraße 2.1 Initiatorinnen sind hauptsächlich die Gruppe Brot und Rosen und die Frauengruppe der Homosexuellen Aktion Westberlin (HAW). Mit der Gründung des Zentrums lösen sich die HAW-Frauen zusehends von den homosexuellen Männern und wenden sich verstärkt der Zusammenarbeit mit den Frauenzentrumsgruppen zu. Ab dem 24. März 1973 ist das Zentrum täglich geöffnet.2 Im November 1973 findet dort die erste von zwei amerikanischen Feministinnen angeleitete gynäkologische Selbstuntersuchung statt (siehe Dossier Körper & Gesundheit).3

15. Mai 1973

Frauenzentrum Hornstraße, Berlin, Bildquelle: EMMA-Archiv (FMT-Signatur: FT.02.0023)
Frauenzentrum Hornstraße, Berlin

Die Zeit der Hausbesetzungen. Frauen und Männer aus der alternativen Szene besetzen leerstehende Häuser (oft Objekte von Spekulanten), um billigen Wohnraum zu bekommen. Auch Frauengruppen beginnen, Häuser zu besetzen. In Frankfurt/Main wird am 15. Mai 1973 die erste Hausbesetzung  durch Frauen mit einer Hundertschaft und zwei Wasserwerfern beendet. Eine Gruppe junger Frauen – Studentinnen und Angestellte – hatte eine leerstehende Wohnung in der Freiherr-vom-Stein-Straße besetzt, um als ‚Frauenkollektiv‘ darin zu wohnen.4

Flugblatt zur Gründung des Frankfurter Frauenzentrums, 1973 (FMT-Signatur: FB.05.024)
Frankfurter Frauenzentrum, 1973

September 1973

In Frankfurt wird in der Eckenheimer Landstraße 72 das zweite Frauenzentrum in Deutschland gegründet.5 Initiatorinnen sind vor allem der Weiberrat und die Frauengruppe Revolutionärer Kampf. Das Zentrum ist Treffpunkt und Diskussionsort und startet bald seine ersten Aktionen: Es lädt zum Infoabend zur gynäkologischen Selbstuntersuchung ein, ruft zur gemeinsamen Demonstration gegen den § 218 auf und organisiert Hollandfahrten für Frauen, die einen (in Deutschland verbotenen) Schwangerschaftsabbruch durchführen wollen.6 Das Berliner und das Frankfurter Frauenzentrum sind die ersten von vielen Frauenzentren, die frauenbewegte Frauen im Aufbruch in den folgenden Jahren initiieren werden. Bis zum Jahr 1977 werden in 38 Städten fast 60 Frauenzentren gegründet.

11. Mai 1974

Plakat Rock-Fete im Rock, 1974 (FMT-Signatur: PT.1974-01)
Plakat zur Rock-Fete im Rock

In der TU Berlin findet das erste öffentliche Frauenfest statt: die Rockfete im Rock. Organisiert wird die Veranstaltung von einer Gruppe des Berliner Frauenzentrums. In ihrem Flugblatt heißt es: „Wir sind uns alle einig darin, dass wir diese erste öffentliche Frauenfete unter uns machen wollen. Wir wissen, auch aus den gemachten Erfahrungen, dass unser Verhalten freier ist, wenn Männer nicht dabei sind. Darum, Frauen, kommt an diesem Abend allein.“ Die Veranstalterinnen rechnen mit rund 500 Frauen, es kommen über 2000. Außerdem tritt eine Frauenband auf, die sich eigens zu diesem Anlass gegründet hat: die Flying Lesbians. Die Rockfete im Rock wird zum Event und zum Politikum.8

1974

18 Frauen der Münchner Frauenbewegung gründen die Frauenoffensive, Deutschlands ersten autonomen Frauenverlag.9 Noch im selben Jahr folgt der Frauenselbstverlag Berlin. Der Verlag nennt sich bald drauf Frauenpresse, ab 1980 sub rosa frauenverlag und seit 1986 Orlanda Frauenverlag (nach Virginia Woolfs Roman Orlando10).11

Rockfete im Rock, 11. Mai 1974 , © Lillemor Lutz - Angela Neuke Archiv - Rheinisches Landesmuseum (FMT-Signatur: FT.02.079)
Rockfete im Rock, 11. Mai 1974

Frauen des Berliner Frauenzentrums organisieren die beiden ersten Frauenraubdrucke. Das Ziel: Bedeutende feministische (historische) Texte, die sehr schwer zu beschaffen und daher weitgehend unbekannt sind, sollen möglichst vielen Leserinnen zugänglich gemacht werden. Das Berliner Frauenzentrum druckt Frauenstaat und Männerstaat nach, ein Buch der Matriarchatsforscherin Mathilde Vaerting aus dem Jahr 1921, sowie Der Mythos vom vaginalen Orgasmus von Anne Koedt.12 Auch der Frauenselbstverlag Berlin bringt wenig später als erstes Buch Frauenstaat und Männerstaat heraus. Die Nachfrage ist groß.13

Frauenkalender '75 (1974). - Bookhagen, Renate [Hrsg.] ; Schlaeger, Hilke [Hrsg.] ; Scheu, Ursula [Hrsg.] ; Schwarzer, Alice [Hrsg.] ; Zurmühl, Sabine [Hrsg.]. Berlin : Selbstverlag (FMT-Signatur: NA.09.013-1975)
Frauenkalender, 1975
Ende 1974 erscheint der erste Frauenkalender, initiiert von Ursula Scheu und Alice Schwarzer. Der Taschenkalender war 26 Jahre lang ein heimlicher Bestseller in fünfstelliger Auflage. Die Tagesmeldungen und Sonderseiten des Kalenders waren eine Chronik der Neuen und Wiederentdeckung der Historischen Frauenbewegung; Inspirateur, Ideengeber und DAS Forum zur Vernetzung der Feministinnen. Im Anhang wurden Jahr für Jahr alle deutschsprachigen Frauenzentren und -projekte aufgelistet, sowie die wichtigsten internationalen. Für Interessierte und Forschende ist dieser Kalender, der ein lebendiger Spiegel seiner Zeit ist, eine wahre Fundgrube! Übrigens: Im Frauenkalender 1975 tauchte zum ersten Mal das schöne Wörtchen „frau“ (statt man) auf. Und das kleine Maskottchen des Kalenders hieß Hedwig – nach der großen Hedwig Dohm.

September 1975

Anzeige Blocksberg, 1975, Quelle: UKZ 1975, Heft 10, S.31 (FMT-Signatur: Z-L301)
Anzeige Blocksberg, 1975

In Berlin-Kreuzberg eröffnet in der Yorkstraße die erste Frauenkneipe Europas: das Blocksberg. Das kleine Lokal wird schon bald zum Treffpunkt vieler Berliner Frauen. Doch bereits zwei Jahre nach der Eröffnung ist das Blocksberg hoch verschuldet und muss – nach einem Streit zwischen den beiden Gründungsfrauen – schließen. In den kommenden Jahren eröffnen in ganz Deutschland zahlreiche Kneipen, in denen nur Frauen Zutritt haben.14

1975

Stefan, Verena (1976): Häutungen. - München : Fischer-Taschenbuch-Verlag. (FMT-Signatur: FE.03.108; versch. Auflagen vorhanden)
Häutungen

Im Berliner Frauenselbstverlag erscheint der erste Frauenkalender15, die Frauenoffensive veröffentlicht ihr erstes Buch und ihr erstes Frauen-Journal. Im selben Jahr erscheint dort auch Verena Stefans Roman Häutungen16. Das Buch wird ein Bestseller und bringt dem Frauenverlag erstmals stärkeren finanziellen Rückhalt und ermöglicht so die Ablösung aus der bisherigen Produktions- und Vertriebsgemeinschaft mit dem linken Trikont-Verlag.

3. November 1975

In der Münchner Arcisstraße eröffnet Lillemor’s, der erste deutsche Frauenbuchladen. Die fünf Gründungsfrauen wollen feministische Literatur sowie Texte und Bücher von Frauen für Frauen zugänglich machen und einen Kommunikationsort für Frauen schaffen. Eine Woche später eröffnet in Berlin der zweite deutsche Frauenbuchladen: Labrys.17

Dezember 1975

Lillemor's Frauenbuchladen München, Bildquelle: EMMA-Archiv, © Monika Neuser (FMT-Signatur: FT.02.0230)
Lillemor’s Frauenbuchladen München

Auf Initiative des Frankfurter Frauenzentrums erscheint das Frauenjahrbuch 75: „Die Idee, ein Frauenjahrbuch herauszugeben, geht zurück auf die Erfahrungen mit Frauenbewegungen anderer Länder, deren Entwicklung wir aufgrund einer Vielzahl Veröffentlichungen verfolgen können. Das Frauenjahrbuch soll uns die Möglichkeit schaffen, den jetzigen Stand der Bewegung immer wieder zu erinnern und zu analysieren.“18

Plattencover Flying Lesbians, Externer Link: Flying Lesbians Website
Plattencover Flying Lesbians

Die Frauenband Flying Lesbians produziert ihr erstes und einziges Album. Die Gruppe hatte sich spontan im Vorjahr formiert, nachdem eine englische, für die Rockfete im Rock gebuchte Frauenband abgesagt hatte. Die LP erscheint 1976 im Münchener Verlag Frauenoffensive in einer Erstauflage von 5.000 Stück.19

Januar 1976

In Berlin wird der erste Frauenbuchvertrieb (FBV) gegründet. Die Idee: Frauenprojekte sollen autonom agieren können, das heißt in diesem Fall: Die in den neuen Frauenverlagen publizierten Bücher sollen nicht mehr von ‚Männervertrieben‘ verbreitet werden.20

April 1976

Aufkleber: Die Zukunft ist weiblich. Verlag Frauenoffensive, München (o.J.) (FMT-Signatur: VAR.01.164)
Aufkleber Verlag Frauenoffensive

In Berlin gründen vier Aktivistinnen des Lesbischen Aktionszentrums (LAZ) den Amazonen-Frauenverlag, der „das lesbische Anliegen selbstbewusst und offensiv vertreten“ will.21 Zu den ersten Büchern im Amazonen-Frauenverlag gehören Jill Johnstons Analyse Nationalität Lesbisch22 (Originaltitel: Lesbian Nation23, USA 1973) und der historische Lesbenroman Sind es Frauen?24 von Aimée Duc aus dem Jahr 1901. Der Verlag existiert bis 1984 (siehe Dossier Homo-Sexualität).25
Im Laufe des Jahres gründen sich weitere Frauenverlage: In München nach der Frauenoffensive der Frauenbuchverlag (ab Ende der 80er-Jahre: Antje Kunstmann Verlag), Motto: „Bücher für Mehrheiten, die wie Minderheiten behandelt werden.“ Im Jahr 1977 kommt der Verlag bereits auf 300.000 Mark Umsatz – Gehälter können sich die sechs Verlagsfrauen jedoch davon noch nicht auszahlen.26 KritikerInnen werfen dem Verlag die Zusammenarbeit mit Männern und die Publikation männlicher Autoren vor.
In Münster gründet sich der Verlag Frauenpolitik.27

Treffen schreibender Frauen, 1976, © Ina Suchert, Quelle: EMMA-Archiv, Treffen schreibender Frauen in München, Mai 1976 (FMT-Signatur: FT.02.0248)
Treffen schreibender Frauen, 1976

8./9. Mai 1976

In München lädt der Verlag Frauenoffensive zum 1. Treffen Schreibender Frauen. Etwa 100 Teilnehmerinnen kommen, darunter auch bekannte Autorinnen wie Christa Reinig, Monika Sperr und Hedi Wyss. Die programmatische Debatte über ‚Frauenliteratur‘ und das „Schreiben von Frauen“, die mit der Gründung der Frauenverlage begonnen hatte, wird fortgesetzt.28 

17. Juni 1976

Courage, Nr. 0, Juni 1976, FMT-Signatur: Z-Ü104
Courage, Nr. 0, Juni 1976

Die erste Ausgabe der feministischen Zeitschrift Courage erscheint als alternative Berliner Stadtzeitung. Die Zeitschrift versteht sich als kollektive Initiative, in der sich die ganze Breite der Frauenbewegung spiegeln soll. Ihre Mitarbeiterinnen sind überwiegend keine Journalistinnen und arbeiten zunächst ehrenamtlich. Mit Erscheinen der EMMA wird Courage auf einen BRD-weiten Vertrieb gehen. Im Jahr 1984 stellt die Courage ihr Erscheinen ein.29

Sommer 1976

Die Journalistin Alice Schwarzer, seit ihrem Streitgespräch mit Esther Vilar30 und seit dem Erscheinen ihres Bestsellers Der kleine Unterschied31 einer breiten Öffentlichkeit bekannt, beginnt mit der Vorbereitung eines professionellen feministischen Magazins, das an den Kiosk gehen soll. Sie wünscht sich eine Startauflage von 100 – 200.000 Leserinnen und schreibt einen Brief an alle Frauenzentren, in dem sie alle interessierten Frauen zur Mitarbeit auffordert. „Die Zeitung soll maximal allgemeinverständlich und populär sein, d.h. in breitem Umfang den Problemen und Interessen der Mehrheit der Frauen Rechnung tragen, gleichzeitig jedoch die theoretische Diskussion zur Frauenfrage kreativ und kühn mit vorantreiben.“32

Schwarze Botin, Nr. 1, 1976, FMT-Signatur: Z-Ü108
Schwarze Botin, Nr. 1, 1976

Herbst 1976

In der Schwarzen Botin erscheint drei Monate vor Erscheinen der ersten Ausgabe der EMMA ein Aufruf zum Informationsboykott gegen EMMA.33 Darin heißt es unter anderem: „Wir Unterzeichnerinnen rufen alle Frauengruppen, Zentren und einzelne Frauen dazu auf, keinerlei Materialien Adressen, Aktivitäten und Gelder für EMMA sprich Alice Schwarzer zur Verfügung zu stellen.“34 Die Unterzeichnerinnen befürchten „[…] die drohende Vermarktung der Frauenbewegung durch ‚Emma‘ als kommerziellem Unternehmen.“ Die Courage schließt sich dem Boykottaufruf an und erklärt: „Solidarität der Frauenbewegung kann es nur geben, wenn die Frauen auch bereit sind, sich solidarisch gegen Frauenprojekte zu stellen, die der Frauenbewegung durch ihr männlich-kapitalistisches Marketing schädlich sind.“35

Erste EMMA, 26. Januar 1977, Externer Link: EMMA-Lesesaal
Erste EMMA, 26. Januar 1977

26. Januar 1977

Die erste EMMA erscheint. Alice Schwarzer ist die Verlegerin und Chefredakteurin (siehe erstes Editorial). Die Aufregung ist groß. Die ersten 200.000 Exemplare sind innerhalb einer Woche ausverkauft, es werden 100.000 nachgedruckt. Die Medien überschlagen sich. Das ZDF zählt die fehlenden Kommata; die Bunte prophezeit, dass maximal noch eine Ausgabe erscheinen werde; und die FAZ vermutet: „Auf Dauer wird hier für die moderne Gesellschaft mehr Sprengstoff liegen als in den Traumtänzereien verworrener Systemveränderer.“36 – Im Jahr 2017 erscheint die EMMA weiterhin, inzwischen zweimonatlich.

4. Juni 1977

In Bonn eröffnet der Frauenbuchladen Nora.37 

1978

Frauenbuchladen Nora, © Barbara Metzlaff, Quelle: EMMA-Archiv (FMT-Signatur: FT.02.0351)
Frauenbuchladen Nora

Der Verlag Frauenoffensive in München lädt zur ersten Internationalen Feministischen Verlagskonferenz. Ein Resultat: Auf der Frankfurter Buchmesse veranstalten Frauenbuchverlage erstmalig eine gemeinsame Pressekonferenz und präsentieren ihre Bücher gemeinsam.38
In Berlin wird das Feministische Frauenforschungs-, -bildungs- und Informationszentrum (FFBIZ) gegründet. Das Archiv beginnt, die Spuren der Frauenbewegung zu sichern. Denn: „Viele der in der neuen Frauenbewegung aktiven Gruppen […] dokumentierten ihre Aktivitäten nicht strukturiert in förmlichen Akten, sondern vielmehr durch Arbeitspapiere, Protokolle, Flugblätter, Plakate, Fotos, Buttons und Sticker und vielen anderen Grauen Materialien. Hinzu kamen auch Schallplatten mit Songs von Demonstrationen und Frauenfesten.“39

Flugblatt (Detail), Frauen gehen zu Frauen e.V. (FMT-Signatur: FB.01.078)
Frauen gehen zu Frauen e. V., 1979

Im Bochum wird der Frauenbuchladen Amazonas gegründet. Dort und in Bochumer Lesbengruppen entsteht Ende der 1980er-Jahre die Idee zur Zeitschrift Ihrsinn – eine radikalfeministische Lesbenzeitschrift40, die von 1990 bis 2004 überregional erscheinen wird.41

1. August 1978

Die Münchner Frauenkneipe eröffnet. Zehn Frauen, die sich bereits aus anderen Frauenarbeitsgruppen kannten, eröffnen das Lokal gemeinsam. Es bietet eine Ausstellungsfläche für ‚Frauenkunst‘ und lädt zum Musizieren ein. Zwei der Gründerinnen, die als Sozialarbeiterinnen arbeiten, bieten einmal wöchentlich kostenlose Beratung an.42

1979

Wahlboykott? : Haben Frauen noch die Wahl? ; Eine Streitschrift zu den Wahlen '80 (1980). - Schwarzer, Alice [Hrsg.] ; Strobl, Ingrid [Hrsg.]. Köln : Emma-Frauen-Verlag. (FMT-Signatur: ST.03.028-1980)
Wahlboykott? EMMA-Sonderband 1
In Hamburg entsteht der Frauenmedienladen Bildwechsel.43 Neben einer Videothek mit Abspielstellen werden vor allem Ausstattungen zur Erstellung eigener Videoproduktionen angeboten: Aufnahmeeinheiten mit Kameras, Schnittgeräte, VHS-Abspielgeräte, Stative und Mikrofone, aber auch ein Fotolabor und ein Schneideraum. Bildwechsel ist heute ein eingetragener Verein und versteht sich als Künstlerinnennetzwerk.
Der Dachverband der feministischen Frauenprojekte Frauen gehen zu Frauen e. V. wird gegründet.44

1. Juli 1979

Das Frauenbildungs- und Frauenferienhaus Zülpich e. V. eröffnet. Entstanden ist das Projekt aus einer Initiative von Studentinnen der Kölner Fachhochschule. Der umgebaute Bauernhof bietet Seminarräume, Übernachtungs- und Freizeitmöglichkeiten. Bis heute haben über 48.000 Frauen an Kursen und Veranstaltungen im Frauenbildungs- und Frauenferienhaus Zülpich e. V. teilgenommen, im Jahr 2014 wurde das 35-jährige Bestehen gefeiert.45

1981

Im EMMA-Verlag, der seit 1977 die Zeitschrift EMMA herausbringt, erscheint das erste EMMA-Buch46 mit ausgewählten EMMA-Artikeln. Im selben Jahr erscheint dort auch Mein feministischer Alltag47 von Franziska Becker, es folgen z.B. 1983 Das kleine Mädchen, das ich war48 oder 1988 PorNO: die Kampagne, das Gesetz, die Debatte.49 (siehe Dossier Pornografie)

1982

Gründungsinformation des Frauennetzwerks Goldrausch in Berlin 1982 mit Beitrittserklärung (FMT-Signatur: FB.07.066)
Gründungsinformation Goldrausch

In Berlin wird das Frauennetzwerk Goldrausch gegründet. Der eingetragene Verein existiert bis heute, vergibt Mikrokredite für Existenzgründerinnen und Unternehmerinnen und ist Mitglied der Weiberwirtschaft eG. Zu den ersten geförderten Projekten gehört u.a. die Finanzierung eines Fotokopierers für das Lesbenarchiv Berlin und die Unterstützung der Zeitschrift Lesbenstich50. Bis heute hat Goldrausch rund mit 850.000 Euro (aus Vereinsbeiträgen und Spenden) 450 Frauenunternehmen und -projekte gefördert und unterstützt.51

1983

Das ehemalige Hotel Schöne Aussicht im rheinland-pfälzischen Charlottenberg wird zum Frauenlandhaus Charlottenberg e. V. und ist bis heute Frauentagungs- und Seminarhaus, Begegnungsstätte und ein Ort, an dem Frauen unter sich Urlaub machen können.

Frauenlandhaus Charlottenberg, Bildquelle: EMMA-Archiv
Frauenlandhaus Charlottenberg

29. Januar 1983

Im Rahmen der Bielefelder Frauenwoche findet auf Einladung des Frauenarchivs Osnabrück das erste überregionale Frauenarchivtreffen statt, an dem sieben Frauen aus Osnabrück, Hamburg und Frankfurt teilnehmen. Es entsteht eine Tradition zunächst halbjährlicher Tagungen der Frauenarchive, die schließlich 1994 zur Gründung eines Dachverbandes führen wird.52

8. März 1984

Eröffnung "Feministisches Archiv und Dokumentationszentrum in Frankfurt, 22.03.1984 (FMT-Signatur: FT.02.0255)
Feministisches Archiv und Dokumentationszentrum, 1984

In Frankfurt wird das Feministische Archiv und Dokumentationszentrum gegründet. In einer ersten Pressemitteilung heißt es: „Es ist die Absicht des Feministischen Archivs, die unverschleierte Lebensrealität von Frauen, ihre vielfältigen Versuche der Emanzipation und Befreiung und die Theorie des radikalen Frauenkampfes, den Feminismus zu dokumentieren. Dabei wollen wir so umfassend wie möglich die schon jetzt bedrohte Geschichte des Neuen Feminismus, wie auch partiell die des historischen radikalen Feminismus aufarbeiten, der Zeitgeschichte allerdings den Vorrang geben.“53  1988 zieht das Archiv nach Köln und 1994 in den Bayenturm ein, jenen symbolträchtigen Ort Kölner (Männer-)Geschichte, der dem feministischen Archiv einen würdevollen Rahmen gibt und unter dem neuen Namen FrauenMediaTurm zu einem stolzen Hort der Frauengeschichte werden lässt.

Ebenfalls am 8. März eröffnet in Kassel die Bibliothek und das Studienzentrum des Vereins Archiv der deutschen Frauenbewegung e. V. mit dem Ziel, Dokumente der ersten deutschen Frauenbewegung zu sammeln und eine „Möglichkeit für historisch orientierte feministische Forschungs- und Bildungsarbeit“ zu schaffen.54

12. Juni 1987

Plakat EMMA-Fest, 1987 (FMT-Signatur: PT.1987-06)
Plakat EMMA-Fest, 1987

In Köln feiert die EMMA ihr zehnjähriges Bestehen im Botanischen Garten, der Flora. Es treten unter anderem Ina Deter und Dirk Bach auf, moderiert wird die Veranstaltung von Hella von Sinnen. Über 6.000 Frauen nehmen am bis dato größten Frauenfest Deutschlands teil.55

1988

In Hamburg eröffnet das Frauencafé endlich, aus dem 1995 auch das Frauenhotel Hanseatin entsteht.56

1989

In Berlin eröffnet das Frauenhotel Artemisia.
Die Berliner Weiberwirtschaft wird als Genossenschaft gegründet. Auf dem Gewerbehof siedeln sich Frauenunternehmen an. Die Idee dahinter: „Bündeln wir die Initiativkraft, die ökonomischen Potenziale und vor allem die Unternehmens-Lust von Frauen und geben wir dieser Idee einen Namen und einen Raum.“57 Heute gibt es auf dem Gewerbehof rund sechzig Betriebe für und von Frauen, die Weiberwirtschaft ist Europas größtes Gründerinnenzentrum mit etwa 1.800 Genossenschafterinnen.

Wie geht es weiter?

Weiberwirtschaft, 1995, © Eric Richard, Frauengewerbehof WeiberWirtschaft, Berlin, Anklamer Straße 38; 8/95, 1995 (FMT-Signatur: FT.02.286)
Weiberwirtschaft, 1995

Nach dem Aufbruch der Frauenprojekte in den 1970er-Jahren setzt ab den 1990er-Jahren ein ‚Frauenprojekte-Sterben‘ ein. Grund dafür ist vor allem, dass die frauenpolitischen Inhalte und Forderungen Eingang in den Mainstream gefunden haben bzw. sich das gesellschaftliche Klima in Richtung Gleichberechtigung verändert hat. So hat der Kampf gegen sexuelle Belästigung dazu geführt, dass der Besuch von Kneipen oder Hotelbars (in denen Frauen ohne männliche Begleitung früher noch abgewiesen wurden) für Frauen zur Normalität gehört. Viele Frauenkneipen und –restaurants sind in ihrer Funktion als Schutzräume daher überflüssig geworden und haben aus Mangel an Besucherinnen ihre Pforten geschlossen. Die sogenannte ‚Frauenliteratur‘, die früher exklusiv in Frauenbuchländen erhältlich war, ist  heute in der Regel Bestandteil des Standardsortiments gewöhnlicher Buchläden. Die meisten Frauenbuchläden sind daher mittlerweile geschlossen oder haben ihr Sortiment breiter aufstellt, sodass sie nicht mehr als reine Frauenbuchläden bezeichnet werden können. Nur eine Handvoll hat überlebt, darunter Lillemore’s in München.58

Externer Link: Webseite i.d.a.
i.d.a.-Netzwerk seit 1994

Im März 2013 startet mit FemBooks die erste Internetbuchhandlung für „feministische, emanzipatorische und lesbisch_queere Literatur“. Es existieren noch rund 15 deutschsprachige Frauenverlage, davon haben allein fünf ihren Sitz in Berlin.59 

DDF, 2018, Externer Link: Webseite DDF
DDF, 2018

Der Dachverband deutschsprachiger Lesben/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen e.V., (i.d.a.) (informieren, dokumentieren, archivieren), wird 1994 gegründet. Ihm schließen sich in den folgenden Jahren rund 40 Einrichtungen aus Deutschland, Italien, Österreich, der Schweiz und Luxemburg an.

Quellen

1 Als die Frauenbewegung noch Courage hatte : die "Berliner Frauenzeitung Courage" und die autonomen Frauenbewegungen der 1970er und 1980er Jahre : Dokumentation einer Veranstaltung am 17. Juni 2006 in der Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin (2007). - Notz, Gisela [Hrsg.].Bonn : Friedrich-Ebert-Stiftung, S. 14. (FMT-Signatur: ME.03.071)
2 HAW-Frauen : Eine ist keine - Gemeinsam sind wir stark : Dokumentation (1974). - Homosexuelle Aktion West-Berlin Frauengruppe [Hrsg.]. Berlin : HAW-Frauengruppe, S. 33. (FMT-Signatur: LE.11.025)
3 Schmidt, Roscha (1988): Frauengesundheit in eigener Hand : die feministische Frauengesundheitsbewegung. - In: Der große Unterschied : die neue Frauenbewegung und die siebziger Jahre. - Soden, Kristine von [Hrsg.]. Berlin : Elefanten Press, S. 39. (FMT-Signatur: FE.03.065)
4 Frauenbesetzung in der Freiherr-vomStein-Straße (1974). - In: Frauenzeitung Nr. 2, S. 13f.. Siehe Pressedokumentation: Chronik der Neuen Frauenbewegung, 1973 (PD-FE.03.01-1973, Kapitel 3.2, 10)
5 Die Frau wird überall verkauft (1973). - siehe Flugblatt im Bildarchiv. (FMT-Signatur: FB.05.024)
6 Entdecken wir uns selbst wieder! : Früher waren die Frauen mit ihrem Körper vertraut (1975). - Frauenzentrum Frankfurt [Hrsg.], siehe Flugblatt im Bildarchiv. (FMT-Signatur: FB-05.069), Frauen gemeinsam sind stark! : Weg mit § 218 (1975). - Frauenzentrum Frankfurt [Hrsg.], siehe Flugblatt im Bildarchiv. (FMT-Signatur: FB.05.086) und Überfall auf das Frankfurter Frauenzentrum : Wir machen wieder eine Fahrt nach Holland - kommt alle mit! (1975). - Frauenzentrum Frankfurt [Hrsg.], siehe Flugblatt im Bildarchiv. (FMT-Signatur: FB.07.117)
7 Adressliste von Frauengruppen und Frauenzentren in: Schwarzer, Alice (1973): Der "kleine Unterschied" und seine großen Folgen : Frauen über sich : Beginn einer Befreiung. - Frankfurt am Main : Fischer-Taschenbücher. (FMT-Signatur: FE.10.226; versch. Auflagen vorhanden)
8 Strobl, Ingrid (1979): Von heute an gibt's mein Programm!. - In: EMMA, Nr. 12, S. 32. Verfügbar unter: www.emma.de/lesesaal/45167
9 Münch, Friederike (1978): Hat die Alleinherrschaft der Männerverlage jetzt ein Ende?. - In: Emma, Nr. 1, S. 8. Verfügbar unter: www.emma.de/lesesaal/45144
10 Woolf, Virginia (1928): Orlando : eine Biografie. - Frankfurt am Main : Fischer. (FMT-Signatur: KU.03.WOOL.009)
11 Orlanda : Über den Verlag. Website aktuell nicht verfügbar.
12 Vaerting, Mathilde ; Koedt, Anne (1975): Frauenstaat und Männerstaat [Beigefügtes Werk : Der Mythos vom vaginalen Orgasmus]. - Frauenzentrum Berlin [Hrsg.]. Berlin : Frauendruck 1. (FMT-Signatur: FE.06.401)
13 Zirm, Marie-Theres (2008): Verlagswesen - eine Frage des Geschlechtes? : 1973-2008 : 35 Jahre Frauenverlage in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Kontext der Frauenbewegung. - Wien : o. V., S. 74. (FMT-Signatur: ME.03.070)
14 Just, Renate (1977): Frauen, Bier und keine Männer. - In: Zeit-Magazin. Siehe Pressedokumentation: Frauenkneipen, 1976-1987 (FMT-Signatur: PD-FE.03.07)
15 Frauenkalender '75 (1974). - Bookhagen, Renate [Hrsg.]; Lorez, Gudula [Hrsg.]; Scheu, Ursula [Hrsg.]; Schwarzer, Alice [Hrsg.]; Zurmühl, Sabine [Hrsg.].Berlin : Selbstverlag. (FMT-Signatur: NA.09.013-1975)
16 Stefan, Verena (1994): Häutungen.- München : Fischer-Taschenbuch-Verlag. (FMT-Signatur: FE.03.108, versch. Auflagen vorhanden)
17 Siehe Pressedokumentation: Deutsche und ausländische Frauenbuchläden, 1974-1993. (FMT-Signatur: PD-ME.03.07)
18 Frauen-Verein [Hrsg.] (1975): Frauenjahrbuch '75 - 1. Aufl. - Frankfurt am Main : Roter Stern. (FMT-Signatur: FE.03.001-1975.[01])
19 Raber, Ralf Jörg (2010): Wir sind wie wir sind : Ein Jahrhundert homosexuelle Liebe auf Schallplatte. - Hamburg : Männerschwarm Verlag, S. 183.
20 Goettle, Gabriele (1976): Frauen gemeinsam sind stark : Interview mit Regina Krause vom Frauenbuchvertrieb in Berlin. - In: Die schwarze Botin, Nr. 1, S.31-34. (FMT-Signatur: Z-Ü108)
21 Lesbischer Verlag gegründet! (1976). - In: Unsere kleine Zeitung von und für Lesben, Nr. 6, S. 25. (FMT-Signatur: Z-L301:1976-6)
22 Johnston, Jill (1977): Lesben-Nation : Die feministische Lösung. - Berlin : Amazonen-Frauenverlag. (FMT-Signatur: LE.11.072; versch. Auflagen vorhanden)
23 Johnston, Jill (1973): Lesbian Nation : the Feminist Solution. - New York : Simon & Schuster.
24 Duc, Aimée (1976): Sind es Frauen? : Roman über das 3. Geschlecht. - Berlin: Amazonen-Frauenverlag. (FMT-Signatur: KU.03.DUC.001)
25 Zirm, Marie-Theres (2008): Verlagswesen - eine Frage des Geschlechtes? : 1973-2008 : 35 Jahre Frauenverlage in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Kontext der Frauenbewegung. - Wien : o. V., S. 95 u. 111. (FMT-Signatur: ME.03.070)
26 Frauenbücher: „Lieber sich gesund schimpfen“ (1977). - Der Spiegel, Nr. 51, S. 177. Verfügbar unter: magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/40693939
27 Siehe Pressedokumentation: Frauenverlage, Frauenbuchprojekte und Initiativen im Literaturbereich, 1974-1993. (FMT-Signatur: PD-ME.03.04, Kapitel 1)
28 Zirm, Marie-Theres (2008): Verlagswesen - eine Frage des Geschlechtes? : 1973-2008 : 35 Jahre Frauenverlage in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Kontext der Frauenbewegung. - Wien : o. V., S. 95. (FMT-Signatur: ME.03.070)
29 Courage-Countdown : Zum letzten, zum dritten, zum zweiten, zum ersten, zero? (1984). - In: Courage, Nr. 20, S. 4-5. Verfügbar unter: library.fes.de/courage/pdf/1984_20.pdf
30 ALICE contra ESTHER : 6.2.75 ARD. - Siehe Pressedokumentation: Chronik der Neuen Frauenbewegung, 1975. (FMT-Signatur: PD-FE-03.01-1975, Kapitel 3.1, 3)
31 Schwarzer, Alice (1973): Der "kleine Unterschied" und seine großen Folgen : Frauen über sich : Beginn einer Befreiung. - Frankfurt am Main : Fischer-Taschenbücher. (FMT-Signatur: FE.10.226; versch. Auflagen vorhanden)
32 Schwarzer, Alice (1976). - Rundbrief Nr. 2, 13.06.1976. Siehe Pressedokumentation: Chronik der Neuen Frauenbewegung, 1976. (FMT-Signatur: PD-FE.03.01-1976, Kapitel 3.3)
33 Frauen-Presse : Kampf um Emma (1976). - In: Der Spiegel, Nr. 49, S. 221. Verfügbar unter: magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/41124889
34 Konflikt um Alice Schwarzers neue Zeitung "Emma" (1976). - In: Courage, Nr. 3, S. 42. Verfügbar unter: library.fes.de/courage/pdf/1976_03.pdf
35 Ebenda.
36 Pressereaktionen auf Emma (1977). - In: Emma, Nr. 2, S. 5. Verfügbar unter: www.emma.de/lesesaal/45660
37 Sonntag, Sonja (1977): Der Frauenbuchladen. - In: EMMA, Nr. 12, S. 44. Verfügbar unter: www.emma.de/lesesaal/45143
38 Zirm, Marie-Theres (2008): Verlagswesen - eine Frage des Geschlechtes? : 1973-2008 : 35 Jahre Frauenverlage in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Kontext der Frauenbewegung. - Wien : o. V., S. 95f.. (FMT-Signatur: ME.03.070)
39 FFBIZ : Geschichte. Verfügbar unter: www.ffbiz.de/ueber-uns/geschichte/index.html
40 Ihrsinn : eine radikalfeministische Lesbenzeitschrift. - Ihrsinn e. V. [Hrsg.]. Bochum, 1.1990 - 15.2004; damit Ersch. eingest.. (FMT-Signatur: Z-L310)
41 Plogstedt, Sibylle (2006): Frauenbetriebe : vom Kollektiv zur Einzelunternehmerin. - Königstein/Taunus : Helmer, S. 226. (FMT-Signatur: AR.03.313) und Wie Ihrsinn entstanden ist (1990). -  In: Ihrsinn, Nr. 1, S. 112. (FMT-Signatur: Z-L310:1990-1-a)
42 Münchner Frauenkneipe mit Garten (1978). In: EMMA, Nr. 9, S. 44. Verfügbar unter: www.emma.de/lesesaal/45152
43 Über Bildwechsel. Verfügbar unter: www.bildwechsel.org/info/de/ueberuns.html
44 frauen gehen zu frauen (1979). - Münchener Frauenzeitung. Siehe Pressedokumentation: Chronik der Neuen Frauenbewegung, 1979. (FMT-Signatur: PD-FE.03.01-1979, Kapitel 3.2, 12)
45 Frauenbildungshaus Zülpich : Geschichte. Verfügbar unter: www.frauenbildungshaus-zuelpich.de/images/Geschichte.pdf
46 Wahlboykott? : Haben Frauen noch die Wahl? ; Eine Streitschrift zu den Wahlen '80 (1980). - Schwarzer, Alice [Hrsg.] ; Strobl, Ingrid [Hrsg.]. Köln : Emma-Frauen-Verlag. (FMT-Signatur: ST.03.028-1980)
47 Becker, Franziska (1984): Mein feministischer Alltag : Cartoons. - München : Dt. Taschenbuch-Verlag. (FMT-Signatur: KU.09.063)
48 Das kleine Mädchen, das ich war : Schriftstellerinnen erzählen ihre Kindheit (1983). - Strobl, Ingrid [Hrsg.] [Nachw.] ; Mitscherlich-Nielsen, Margarete [Vorw.]. Köln : Emma-Frauen-Verlag. (FMT-Signatur: Ku.07.202)
49 PorNo : die Kampagne, das Gesetz, die Debatte (1988). - Schwarzer, Alice [Hrsg.]. Köln : Emma-Frauen-Verlag. (FMT-Signatur: SE.09.059-1988)
50 Lesbenstich : eine Zeitung der Lesbenbewegung. - Berlin : Lesbenstichverlag, 0.1980; 1.1980 - 14.1993,1; damit Ersch. eingest.. (FMT-Signatur: Z-L303)
51 Arbeitsplätze selber schaffen : Chaos und Organisation, Gratisarbeit und Staatsgelder, Liebe und Konflikte, Engagement und Überdruß (1983). - Plogstedt, Sibylle [Hrsg.]. Berlin, S. 23. (FMT-Signatur: AR.03.211) Verfügbar unter: library.fes.de/courage/pdf/sh08.pdf und Goldrausch in Kürze. Verfügbar unter: www.goldrausch-ev.de/wir-ueber-uns/goldrausch-in-kuerze
52 Archivetreffen. Verfügbar unter: www.denktraeume.de/denktraeume-2/archiv/290-2/
53 Das feministische Archiv und Dokumentationszentrum - erste Anmerkungen zu Arbeitsweisen und Absichten (März 1984), Pressemitteilung. - Mitscherlich-Nielsen, Margarete ; Reinig, Christa ; Schwarzer, Alice [Hrsg.], S. 2. Siehe Pressedokumentation: Presseartikel Feministisches Archiv und FrauenMediaTurm, 1984-2010. (FMT-Signatur: PD-NA.05.05)
54 Eröffnung (1984). - Archiv der deutschen Frauenbewegung e. V. [Hrsg.], siehe Broschüre im Bildarchiv (FMT-Signatur: FB.06.016).
55 EMMA - Das Fest (1987). - siehe Plakat im Bildarchiv. (FMT-Signatur: PT.1987-06)
56 Frauenhotel Hanseatin : Über uns. Verfügbar unter: www.hotel-hanseatin.de//hotel/ueberuns.html
57 Weiberwirtschaft eG. Verfügbar unter: weiberwirtschaft.de/home/
58 Die Frauenbuchläden Lillemore's  in München, Laura in Göttingen, Xanthippe in Mannheim und Thalestris in Tübingen bestehen auch weiterhin seit ihrer Gründungszeit in den 1970er-Jahren.
59 Aktualisierte Information auf der Grundlage der Verlagslisten in: Taschenbuch Frauenpresse (2005). - RWE Energy [Hrsg.]. - Remagen-Rolandseck : Rommerskirchen, S. 191ff.. (FMT-Signatur: ME.01.NA.003-2005)

Alle Internetlinks wurden zuletzt abgerufen am: 05.09.2018

Auswahlbibliografie

Empfehlungen

Arbeitskreis Autonomer Frauenprojekte Berlin [Hrsg.] (1992): 20 Jahre und (k)ein bisschen weiser? Bilanz und Perspektiven der Frauenprojektbewegung. Bonn : Stiftung Mitarbeit. (FMT-Signatur: FE.03.138)

Eva Brinkmann to Broxten, Claudia Fuchs u.a. [Hrsg.] (1987): Ohne Netz und doppelten Boden. Frauenprojekte und Frauenpolitik in Hessen. - Frankfurt : Frauenbuchversand. (FMT-Signatur: FE.03.085)

Margrit Brückner (1996): Frauen- und Mädchenprojekte. Von feministischen Gewißheiten zu neuen Suchbewegungen. Opladen : Leske und Budruch. (FMT-Signatur: FE.93.113)

Frankfurter Frauen [Hrsg.] (1975): Frauenjahrbuch 1975. Frankfurt am Main : Verlag Roter Stern. (FMT-Signatur: FE.03.001-1975)

Renate Rieger [Hrsg.] (1993): Der Widerspenstigen Lähmung? Frauenprojekte zwischen Autonomie und Anpassung. Frankfurt am Main, New York : Campus Verlag. (FMT-Signatur: FE.03.121)

Alice Schwarzer (1981): 10 Jahre Frauenbewegung. So fing es an! Köln : Emma-Frauenverlag. (FMT-Signatur: FE.03.164-1981)

Pressedokumentation

Pressedokumentation zum Thema Frauenprojekte: PDF-Download

Die Pressedokumentation des FMT umfasst strukturierte, thematisch aufbereitete und inhaltlich erschlossene Beiträge der allgemeinen und feministischen Presse, meist angereichert mit weiteren Materialien wie z.B. Flugblättern und Protokollen.

Weitere Bestände im FMT (Auswahl)

FMT-Literaturauswahl Frauenprojekte: PDF-Download

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