Heidelberger Hausbesetzung

Social Media Beitrag vom 17.01.2026: Link zum Instagram Beitrag folgt

Eigene Räume erkämpfen – darum ging es Frauen 1974 in Heidelberg. Mitten in Wohnungsnot und Verdrängung besetzten Feministinnen eine leerstehende Villa in der Plöck 48, um ein Frauenzentrum zu gründen. 🏠✊

In einer Zeit von Wohnungsnot, Abrissplänen und Sanierungen standen viele Häuser leer, während MieterInnen verdrängt wurden. In Städten wie Frankfurt, Berlin und Heidelberg entstand daraus eine Protestbewegung in Form von Hausbesetzungen, in Heidelberg bekam sie zusätzlich eine feministische Bedeutung. Im Januar 1974 besetzten rund 100 Frauen ein leerstehendes Haus in der Plöck 48, innerhalb der Altstadt und nahe der Universität. Ihr Ziel war es, ein Frauenzentrum und somit einen Ort für Austausch, politische Organisierung sowie Selbsthilfe zu gründen. Initiiert wurde die Bewegung unter anderem von Feministinnen wie Molli Hiesinger. Die Aktion bekam schnell mediale Aufmerksamkeit.

Nur sechs Tage nach der Besetzung wurde das Haus von der Polizei geräumt und fünf der Frauen wurden angeklagt. Die Gerichtsprozesse nutzten sie jedoch, um auf die Notwendigkeit von Frauenräumen aufmerksam zu machen. Die Aktion wurde bundesweit wahrgenommen und gilt heute als wichtiges Zeichen der neuen Frauenbewegung.

Das Interview zur Heidelberger Hausbesetzung mit Akteurin Molli Hiesinger findet ihr auf unserem YouTube Kanal oder als Transkript auf unserer Website.

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17.01.2026






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