Social Media Beitrag vom 13.02.2026: Link zum Instagram Beitrag
„Das verkaufte Geschlecht – Der feministische Kampf gegen das System Prostitution“ lautet der Titel unseres neuen DDF-Projekts. ♀️🗄️

Sexualpolitik war und ist ein zentrales Thema des Kampfes um die Frauenemanzipation. Auch der Stellenwert und die Deutung von Prostitution wurde in der Neuen Frauenbewegung lebhaft diskutiert. Innerhalb der Neuen Frauenbewegung bildeten sich zwei Lager:
👉 Die eine Seite verfolgte das Leitbild einer „sexuellen Befreiung“, die auch bezahlte Sex-Dienstleistungen umfassen sollte; in dieser Perspektive ging man von einer (zumindest potenziellen) Freiwilligkeit der Prostituierten aus und setzte sich deshalb in erster Linie für Entstigmatisierung und die Abschaffung der Sittenwidrigkeit des „Sexkaufes“ ein.
👈 Beim anderen Flügel ging es darum, den Frauen in der Prostitution solidarisch zur Seite zu stehen, ihre Lebensumstände sowie ihre rechtliche und soziale Lage zu verbessern, mit dem Ziel, ihnen den Ausstieg möglich zu machen und das ganze „System Prostitution“ als menschenunwürdig zu bekämpfen.
Im Rahmen unseres DDF-Projekts 2026 erschließen wir in diesem Jahr Materialien und Bestände aus den Bereichen eben dieser feministischen Prostitutionskritik seit den 1970er Jahren.

Die Arbeit geht los: Erste Materialspenden sind bereits eingetroffen, z.B. Kassetten-Tapes mit Interviews, Rechercheunterlagen und Korrespondenzen. Sie entstanden im Rahmen des von Rosi Gießen und Gunda Schumann verfassten Werkes „An der Front des Patriarchats: Bericht vom langen Marsch durch das Prostitutionsmilieu“ (SE.15.001) von 1980 (siehe Kachel 3).
🔗 Zu den DDF-Projekten aus den letzten Jahren. Folgt uns, um mehr zu erfahren und auf dem Laufenden zu bleiben!
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13.02.2026, Katharina Henze