Frauengeschichtsforschung

Social Media Beitrag vom 16.03.2026: Link zum Instagram-Beitrag

Die #Frauengeschichte der 1960er und 1970er Jahre war kein „Nebenschauplatz“, sondern löste eine grundlegende Kritik geschichtswissenschaftlicher Gewissheiten aus: Was ist Geschichte, wer macht sie und an wen und was erinnern wir uns? 🤔📖

Von Beginn an war die entstehende Frauengeschichtsforschung eng mit der Neuen Frauenbewegung verbunden. Vielfach nahmen sich dabei auch Frauen ohne historische Ausbildung ihrer Erforschung an. Aktivistinnen und Fachhistorikerinnen wandten sich dabei gegen eine Fachkultur, die Frauen weder als Subjekte noch als Objekte der Geschichte ernst nahm, und begannen „in Eigenregie“, Quellen zu Alltagsleben, Arbeit, Sexualität, Gewalt und Widerstand von Frauen zu entdecken, zu sichern und neu zu lesen.

Es entstanden außer- wie inneruniversitäre Initiativen, die eine eigene feministische Wissenspraxis entwickelten. Neben Seminaren, Kolloquien, Konferenzen und fachwissenschaftlichen Publikationen entwickelten Aktivistinnen historische Stadtspaziergänge, gründeten Archive, Dokumentationsstellen und Bibliotheken und setzen sich für Straßenumbenennungen, neue Denkmäler, kurz: eine neue Erinnerungskultur ein, die den Beitrag von Frauen zur Geschichte berücksichtigte. 

Das akademische Feld krempelten Historikerinnen wie Annette Kuhn (1934–2019), Gisela Bock (*1944), Karin Hausen (*1939), Ute Frevert (*1944), Ursula Nienhaus und Barbara Duden (*1940) gründlich um (s. Kacheln). Dazu zählte auch die Wiederentdeckung von Pionierinnen der Geschichtsforschung wie Hedwig Hintze (1884–1942) oder Ricarda Huch (1864–1947).

Jüdische, migrantische und/oder Women of Color mussten ihre Perspektiven oft mit besonders großem Nachdruck einfordern, so zum Beispiel Katharina Oguntoye (*1941). In der Lesbenbewegung betrieben Forscherinnen wie Ilse Kokula (*1944) Grundlagenarbeit. 👩‍🎓
 
🤓 Genau hier setzt auch der FrauenMediaTurm an. Und über unseren Dachverband i.d.a. könnt ihr noch zahlreiche weitere Einrichtungen finden, die seit den 70er Jahren diese Geschichte bewahren.

Kommt vorbei und stöbert: Damit die nächste Generation nicht wieder von vorn anfangen muss … 


#Feminismus #Geschichte #FeministischeForschung #WomensHistory #WomensHistoryMonth


16.03.2026, Katharina Henze, Berit Schallner






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