Nemesis‘ Töchter – Tara-Louise Wittwer

Social-Media-Beitrag vom 19.06.2026: Link zum Instagram-Post

3000 Jahre weibliche Wut: Darüber schreibt Autorin, Kulturwissenschaftlerin und Feministin Tara-Louise Wittwer (@wastarasagt) in ihrem Buch Nemesis‘ Töchter. Auf ihrem Streifzug durch die europäische Geschichte und Mythologie begegnen uns wütende Frauen von der Antike bis heute: Boudicca, die ihre vergewaltigten Töchter rächt, Giulia Tofana, die anderen Frauen Gift verkauft, damit diese ihre Ehemänner umbringen können und Marianne Bachmeier, die den Mörder ihrer kleinen Tochter erschießt, Giselle Pelicot, die sich in einem öffentlichen Gerichtsprozess gegen den sexuellen Missbrauch durch ihren Ehemann wehrt – sie alle eint, dass die Wut sie zum Handeln bringt. Aber die Geschichte zeigt auch, dass diese Frauen oft dämonisiert und missverstanden wurden.

In ihren Handlungen geben sie unterschiedliche Antworten auf die Fragen, die Wittwer beschäftigen: Was passiert mit weiblicher Wut in einem System patriarchaler Unterdrückung? Und: Schweißt gemeinsame Wut zusammen? Warum wäre ein solcher Zusammenhalt wichtig? Was passiert, wenn Solidarität verunmöglicht wird?

Wittwer beschäftigt sich vor allem damit, wie Frauen selbst zu ihrer Vereinzelung und Machtlosigkeit im Patriarchat beitragen, mit dem antrainierten Willen, zu gefallen nämlich. Nemesis Töchter plädiert für etwas Anderes: Dafür, mit den zornigen Frauen der Vergangenheit im Rücken gemeinsam wütend zu werden.

Für mehr solidarische Wut lest ihr Buch und schaut mal in unsere Beitragsreihe „Frauen und Wut“!

Knaur Verlag (@droemerknaur) / Buchcover: Cameraphoto Arte Venezia/ Bridgeman Images mit Verwendung eines Motivs von Jan Kopetzky

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