Social Media Beitrag vom 08.10.2024: Link zum Instagram Beitrag
Marie Curie war eine polnische Physikerin und Chemikerin, geboren am 7.11.1867 in Warschau. Sie war die erste Frau, die mehrfach und in zwei verschiedenen Fachrichtungen (Physik und Chemie) mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

Der Nobelpreis für Physik bekam sie im Jahr 1903 für die Entdeckung der „Radioaktivität“ sowie die dazugehörige Strahlenforschung, u.a. mit Elementen wie Uran, später Radium und Polonium. Ihre Forschung zur Strahlung wurde zur Basis für deren späteren militärischen und medizinischen Einsetzung wie in der Atombombe und der Krebsbekämpfung.
Einige Jahre später, 1911, wurde sie für ihre Entdeckung der Elemente Polonium und Radium sowie deren Isolierung mit ihrem zweiten Nobelpreis für Chemie gewürdigt. 1903 wurde die Entdeckung der beiden Elemente bei der Verleihung des Physik-Nobelpreises nicht berücksichtigt, weil die Existenz der Elemente zu diesem Zeitpunkt noch bezweifelt wurde.
Außerdem war Marie Curie ebenfalls die erste Frau, die Professorin an der Sorbonne Universität wurde. Allerdings nahm man sie, trotz Bewerbung und Empfehlung, nie an der Academie des scienes auf. Die Akademie weigerte sich weibliche Mitglieder aufzunehmen.
Sie starb am 4.7.1934 bei Passy in Frankreich infolge einer, durch ihre Strahlenforschung hervorgerufenen, Leukämie. Ihre Tochter Irene Joliot-Curie führte schon zu Lebzeiten die Forschung der Mutter fort und gewann 1935 ebenfalls den Nobelpreis für Chemie.
Bis heute sind nur fünf weitere Frauen mit dem Nobelpreis für Physik (letzte 2023 Anne L`Huillier) und acht weitere Frauen mit dem Nobelpreis für Chemie (letzte 2022 Carolyn Bertozzi) ausgezeichnet worden.
Für Marie Curie ging es in der Forschung um die Qualifikation einer Person und nicht um deren Geschlecht, Frauen waren daher für sie ebenso gute Forscher wie Männer. Diese Einstellung ebnete vielen Frauen der Weg in die Wissenschaft und sie gilt bis heute als Vorbild und Inspiration für viele Naturwissenschaftlerinnen.
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09.01.2026