Social Media Beitrag vom 25.03.2024: Link zum Instagram-Beitrag
Alles über die Frauenrechtlerin, Publizistin, Schriftstellerin und Politikerin Gertrud Bäumer schaffen wir gar nicht, euch in einer kurzen Caption zu ihrem 70. Todestag zu erzählen. Allein der Meta-Katalog, der aus den Beständen aller i.d.a.-Einrichtungen gespeist wird, zeigt 1531 Ergebnisse an. Deswegen haben wir für euch reingeschaut:

Bei uns im Turm könnt ihr einen Blick in das Sprachrohr der bürgerlichen Frauenbewegung „Die Frau“ werfen. Gertrud Bäumer war 1898 fürs Studium nach Berlin gereist. In Berlin angekommen, lernte sie, dass die Politikerin und Herausgeberin von „Die Frau“, Helene Lange, eine Assistentin suchte und bewarb sich prompt um die Stelle. Im Laufe der Zeit wurde Bäumer zur Mitherausgeberin der erstmals 1893 erschienenen Zeitschrift und zu Langes Lebensgefährtin.

Das Periodikum ist in der Hinsicht ein einzigartiges Zeugnis der historischen deutschen Frauenbewegung. Sie erschien kontinuierlich über alle Zensuren hinweg: Vom Anbruch des 20. Jahrhunderts und während des 1. Weltkriegs noch im Kaiserreich, dann in der ersten deutschen Demokratie und unter dem Nationalsozialismus bis 1944. In dieser Zeit machte die Zeitschrift unter Bäumers Leitung immer größere Zugeständnisse an die NS-Ideologie und nahm vermehrt nationalsozialistische und antisemitische Inhalte auf. Von Weggefährtinnen wurde sie dafür stark kritisiert. 1944 wurde die Frau aufgrund Papiermangels eingestellt.
Das Helene Lange Archiv in Berlin sowie das @addf_kassel sind im Besitz von Briefen und anderen Dokumenten zu Gertrud Bäumer, die ihr im Meta-Katalog als Digitalisate einsehen könnt. Die „Grundzüge der modernen Sozialphilosophie“ könnt ihr in einem Werk von Bäumer nachlesen, das das Archiv des @lettevereinberlin digitalisiert hat. Wie die Frauenbewegung am Anfang des 20. Jahrhunderts arbeitete? Der @spinnbodenlesbenarchiv hat das „Handbuch der Frauenbewegung“ online gestellt.
Lernt mehr über Bäumer in den vielen Quellen der i.d.a. Frauenarchive!