„Moderner Hexenprozess“ – Memmingen 1988/1989

© Ursula Dresing, Demonstration in Memmingen, 6.03.1989 (FMT-Signatur: FT.02.0129)
Demonstration in Memmingen, 1989

Im bayerischen Memmingen beginnt im September 1988 der Prozess gegen den Gynäkologen Horst Theissen vor dem Landgericht. In den Medien wird er als „Hexenprozess“ oder „Kreuzzug“ bezeichnet und  geht als größter Abtreibungsprozess und Einschüchterungsversuch an Ärzten und Frauen in die deutsche Rechts- und Frauengeschichte ein.

Auch heute werden Einschüchterungsversuche gegen GynäkologInnen unternommen: 2017 wurde die Gynäkologin Kristina Hänel angezeigt, der Vorwurf lautete: Werbung für Abtreibungen. Im Juni 2018 kam es zur Debatte im Bundestag. Die so genannten „Lebensschützer“ organisieren Aufmärsche, wie z.B. der „Marsch für Leben“, der am 22. September 2018 in Berlin stattfindet – die Anwort der AktivistInnen: Der Aktionstag für sexuelle Selbstbestimmung. 30 Jahre her zeigt Memmingen exemplarisch, wie Rechtsprozesse gezielt von Abtreibungsgegnern vereinnahmt werden.

Wie es zum Prozess kam

Angeklagter Gynäkologe Horst Theissen (FT.02.1987)

Der niedergelassene Frauenarzt war anonym wegen Steuerhinterziehung angezeigt worden, die Steuerfahndung hatte auch die Patientinnenkartei beschlagnahmt und sie an die Staatsanwaltschaft weiter gegeben.

Diese leitete gegen 279 Frauen ein Verfahren wegen illegalen Schwangerschaftsabbruchs ein und erhob in 156 Fällen Anklage. Der Großteil endete mit einem Strafbefehl, den die meisten Frauen akzeptieren, um einen öffentlichen Gerichtsprozess zu verhindern. Auch der Gynäkologe Theissen wurde angeklagt.

Neuzeitlicher Schauprozess

Demonstration in Memmingen, 1989 (FMT-Signatur FT.02.131)
Demonstration in Memmingen, 1989 (FT.02.131)

Theissen habe angeblich Abtreibungen durchgeführt, ohne dass tatsächlich eine (soziale) Indikation vorgelegen habe, so der Vorwurf. In dem Prozess gegen den Arzt führen die Richter, gegen die die Verteidigung mehrmals Befangenheitsanträge stellt, Theissens Patientinnen bewusst vor. Sie laden 79 Frauen vor, verlesen ihre Namen und befragen sie öffentlich zu intimsten Details.

Horst Theissen wird am 5. Mai 1989 vom Landgericht Memmingen zu einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt und erhält außerdem ein dreijähriges Berufsverbot. Nachdem er erfolgreich in Berufung gegangen ist, wird das Urteil in anderthalb Jahre auf Bewährung umgewandelt und das Berufsverbot aufgehoben.

Bilder im FMT-Bildarchiv (Auswahl)

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Aus unserer Pressedokumentation (PD-SE.11.43)

Klare Sicht auf Frauengeschichte

Dach Bayenturm mit Himmelsauge, Copyright: FMT / Bettina Flitner

Um das „Himmelsauge“ des historisch rekonstruierten Bayenturms hat Alice Schwarzer, Stiftungsvorsitzende des FMT und Bauherrin für den Innenausbau, zusammen mit Architektin Dörte Gatermann sehr kämpfen müssen. Genau wie für den Aufzug der heute vom ersten bis in den vierten Stock führt.

Die damalige Konservatorin, Prof. Hiltrud Kier, stand zwar dem Einzug des Archivs in den Wehrturm sehr aufgeschlossen gegenüber, sie fand jedoch weder Aufzug noch „Himmelauge“ seien nötig: „Das gab es im Mittelalter ja auch nicht!“

Das „Himmelauge“ spiegelt exakt das architektonische Konzept des FrauenMediaTurms: Außen der wehrhafte historische mittelalterliche Mantel aus Trachyt, innen das wohnliche Kleid der klassischen Moderne – in Holz, Glas und Stahl.

Bei gutem Wetter können die BesucherInnen die zweistöckige Stahltreppe bis zum Dach hinauf steigen – und durch das Himmelauge runterblicken in die Bibliothek oder rundum über Köln und den Rhein, bis fast nach Bonn!

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Höhepunkte der feministischen Sommeruni 2018

Feministische Sommeruni 2018 voller Hoersaal ©Digitales Deutsches Frauenarchiv/Tanja Schnitzler

Das Digitale Deutsche Frauenarchiv feierte seinen Online-Gang mit einer Feministischen Sommeruni am 15. September an der Berliner Humboldt-Uni. Rund tausend Besucherinnen kamen zu den über 60 Workshops, Vorträgen und Diskussionen.

Einen Bogen schlagen sowie Unterschiede und Verbindungen aufzeigen – das hatte sich die feministische Sommeruni auf die Fahnen geschrieben. Wahrscheinlich gelang das nirgendwo besser als bei der Runde zu “Feminismus und Sprache”: Der Schlagabtausch zwischen der queerfeministischen Rapperin Sookee (34) und der frauenbewegten Sprachwissenschaftlerin Luise F. Pusch (74) war feministischer Generationendialog vom Feinsten. Respekt- und humorvoll wurden die eigenen Argumente präsentiert und verteidigt: Pusch hält das Binnen-I für die beste Variante, weil es Frauen „nicht als Anhängsel behandelt“, Sookee verteidigte das Gender-Sternchen, das für sie “so ein Leuchten” hat, die Versprechung: “Da kommt noch mehr”. Sie sieht es als Erinnerung an ein „Wir sind nicht so geboren, wir sind so gemacht und wir entscheiden selbst.“ Das Sternchen repräsentiere „meine Gelegenheit, mich zu finden, Ich zu sein“. Luise Pusch jedoch findet, es mache Frauen sprachlich zur zweiten Wahl.

Feministische Sommeruni Sprache Feminismus Luise F. Pusch und Sookee Portraits© Digitales Deutsches Frauenarchiv/Tanja Schnitzler
Feminismus und Sprache: Rapperin Sookee im Gespräch mit Sprachwissenschaftlerin Luise F. Pusch

Schließlich schlug Luise F. Pusch vor: “Das generische Femininum wäre nach 2000 Jahren Patriarchat kompensatorisch gerecht”. Lacher und tosender Applaus im Saal. Entwaffnend ungeschönt sprach Pusch über ihre Einsamkeit als lesbische Frau in den 1960er Jahren in Deutschland. Die Frauen- und Lesbenbewegung habe ihr buchstäblich das Leben gerettet, so Pusch. 144 Professoren seien an der Uni gewesen, als sie dort anfing – und keine einzige Frau. Und als sie es wagte, eigene Gedanken zu vertreten, wurde ihr vorgeworfen, “sie störe die Harmonie im Fachbereich”. Wenn das mal kein guter Name für ne Punkband wäre, “Harmonie im Fachbereich”, warf Sookee ein und sorgte so für die nächsten Lacher.

Auch über Generationen hinweg wurde deutlich, dass frau mehr teilt als trennt, auch wenn man nicht in allen Punkten einer Meinung war und ist.

Feministische Sommerunis: traditionell radikal

Über 60 Vorträge, Workshops und Diskussionen wurden an der feministischen Sommeruni 2018 angeboten. Es kamen rund tausend BesucherInnen, es wurde debattiert, gelacht, gelernt. Und zur Kaffeepause konnten TeilnehmerInnen auf dem Hegelplatz in einem Liegestuhl die wärmende Septembersonne genießen.

Feministische Sommeruni Besucherinnen © Digitales Deutsches Frauenarchiv / Tanja Schnitzler

Am 13. September war das Digitale Deutsche Frauenarchiv (www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de) online gegangen. Ein „Meilenstein der Frauenbewegung und ihrer Erinnerungskultur“ sei das Archiv, erklärte DDF-Geschäftsführerin Sabine Balke beim Festakt in der Humboldt-Uni. „Es ist unglaublich, was Sie hier an Schätzen gesammelt haben“, schwärmte auch Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD), die den Festakt eröffnete und deren Haus das DDF mit finanzieller Förderung ermöglicht hat. Trägerin des DDF ist i.d.a., der Dachverband der 41 deutschsprachigen Frauen / Lesbenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen.

DDF Festakt Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und Sabine Balke ©Digitales Deutsches Frauenarchiv/Tanja Schnitzler
Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey gratuliert DDF-Geschäftsführerin Sabine Balke

Das DDF feierte mit der Sommeruni seinen historischen Onlinegang, aber auch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Feminismus in Deutschland. Es ist ein bewusster Anschluss an eine in den 1970er Jahren entstandene Aktionsform: Nach dem Vorbild der amerikanischen Women‘s Studies fanden in den Jahren 1976 bis 1983 auch in West-Berlin Frauen-Sommeruniversitäten statt. Feministische Aktion und Wissensproduktion wurden hier aus der Bewegung heraus gemeinsam und selbstbestimmt gestaltet. 2018 knüpfte das DDF nun an diese frühe Form feministischen Netzwerkens an.

Aus der Geschichte lernen: Die Neue Frauenbewegung

Löwinnenlounge bei der Feministischen Sommeruni 2018 © FMT
Für Löwinnen da lang!

Historisches mit dem Heute verbinden, war ein zentrales Anliegen der Sommeruni. Der FrauenMediaTurm trug in doppelter Weise dazu bei. In einer Installation in der Löwenlounge (frau möchte korrigieren: Löwinnenlounge) wurde ein fast zweistündiger Interviewzusammenschnitt des laufenden HerStory-Projektes des FMT gezeigt: Pionierinnen der Neuen Frauenbewegung, darunter Alice Schwarzer, Sabine Zurmühl, Cristina Perincioli und Ulrike Rosenbach (im Foto unten), sprechen über ihr Leben, den Weg in die Frauenbewegung und ihre wichtigsten Projekte und Erkenntnisse im Prozess. So manche kurze Verschnaufpause wurde hier für die BesucherInnen zu einem intensiven Eintauchen in die frauenbewegten Zeiten der Siebziger Jahre.

Feministische Sommeruni Installation Löwenlounge © Digitales Deutsches Frauenarchiv/Tanja Schnitzler

Dass der Abtreibungsparagraph – damals Auslöser der Frauenbewegung – noch heute ein ungelöstes Problem darstellt, griff die FMT-Veranstaltung “§218 – der Backlash” auf. In der Diskussionsrunde mit der Berliner Gynäkologin Bettina Gaber  und zwei Medizinstudentinnen der Charité wurde klar, wie bedroht das Recht auf Abtreibung heute (noch und wieder) ist. Frauenärztin Gaber wurde, wie Kristina Hänel, von fanatischen „Lebensschützern“ wegen Verstoßes gegen den §219a angezeigt. Und Alicia Baier und Lisa Wernicke kämpfen mit den „Medical Students for Choice“ dafür, dass Abtreibung im Medizinstudium überhaupt gelehrt wird.

Sommeruni §216 Backlash Podium © Digitales Deutsches Frauenarchiv/Tanja Schnitzler
Gynäkologin  Bettina Gaber, Emma-Redakteurin Chantal Louis, Studentinnen Lisa Wernicke und Alicia Baier

Rückbesinnung und Ausblick bot auch die Podiumsdiskussion mit der früheren Bundesfrauenministerin Rita Süssmuth. Sie berichtete vom harten Kampf um den §218 nach der Wiedervereinigung und rief ihr Publikum, darunter viele junge Frauen, angesichts des aktuellen Backlashs nicht nur in Sachen §219a dazu auf, „wieder auf die Straße zu gehen“.

Sommeruni Abtreibungsdebatte Rita Süssmuth © Digitales Deutsches Frauenarchiv/Tanja Schnitzler
Bundesfamilienministerin a.D. Rita Süssmuth

Nicht graue Theorie, sondern Aktion!

Nicht auf der Straße, aber im Netz kämpft Tina Reis mit feministclickback.org mit feministischer Suchmaschinenoptimierung (SEO) gegen die Dominanz von sogenannten „Lebensschützern“ im Netz. So dominiert die „Lebensschützer“-Webseite profemina.org die Google-Suche zum Thema Abtreibung – in harmloser Aufmachung und erweckt so den Anschein neutraler Schwangerschaftskonfliktberatung. Auf der Seite feministclickback.org gibt es Tipps und Kniffs, wie feministische Organisationen per SEO dagegen halten können!

Feministische Sommeruni Publikum Workshop © Digitales Deutsches Frauenarchiv/Tanja Schnitzler
Praxistest: Die unterschiedlichen Workshops waren gut besucht

Feministische Vielfalt

Bei der Feministischen Sommeruni ging es auch darum, Wissenslücken zu füllen und neue Perspektiven zu entdecken, etwa die Geschichte der Frauen- und Lesbenbewegung in der DDR oder Jüdinnen in der Frauen-/Lesbenbewegung. In letztere Veranstaltung drängten sich rund 100 Interessierte aus allen Altersgruppen. Lara Dämmig, Jessica Jacoby und Debora Antmann – drei Generationen – sprachen miteinander und stellten fest: Ihnen allen gemein war (und ist) das Gefühl, sich weder in lesbischen noch in jüdischen Gruppen repräsentiert zu sehen. Sie alle gründeten dann, unabhängig voneinander und zu anderen Zeitpunkten, jüdisch-lesbische Netzwerke. Im Plenum kam es nicht nur zu angeregtem Austausch, die TeilnehmerInnen vernetzen sich auch untereinander.

“Beim Schreiben stört der Pimmel”

Ein Höhepunkt der Sommeruni war die Abendveranstaltung von Pro Quote Film: Die Schauspielerinnen Maren Kroymann, Nina Kronjäger und Mateja Meded machten den Aufschlag mit einem kleinen fiktionalen Austausch über Sexismus in Casting-Situationen. “Theater und TV in Deutschland sind ein weißer Heteroschwanz”, so das Fazit von Mateja Meded.

Feministische Sommeruni Frauen im Film Podium © Digitales Deutsches Frauenarchiv/Tanja Schnitzler
Schauspielerinnen Nina Kronjäger, Maren Kroymann und Mateja Meded

Vielleicht sollte frau besser schreiben statt Schauspielerin sein? “Man sitzt prima auf einer Scheide, beim Schreiben stört der Pimmel”. Es wird satirisch, sarkastisch, tut weh. Und dann werden sie sehr persönlich, die drei Schauspielerinnen, erzählen über ihre eigenen Erfahrungen, der Sexismus im Filmgeschäft sei allgegenwärtig. Und das sei ja nicht das einzige, schon die Rollen seien sehr häufig sexistisch angelegt. Es wird überdeutlich: Da ist noch viel zu tun.

Feministisch und antirassistisch

Der Tenor des Tages war insgesamt sehr politisch und auch bestimmt von den Eindrücken der rechtsradikalen Ausschreitungen in Chemnitz. Die Frage, wie sich feministische und antirassistische Bewegung zueinander verhalten soll, wurde in mehreren Veranstaltungen kontrovers und kritisch diskutiert.

Feministische Sommeruni - Rassismuskritischer Feminismus Podium © Digitales Deutsches Frauenarchiv / Tanja Schnitzler
Tülin Duman, Dr. Delal Atmaca, Sanchita Basu und Marion Böker

Der Wunsch aus der Abendveranstaltung “Rassismuskritischer Feminismus” war vor allem, dass der Feminismus sich gegen Rechts solidarisch erklären solle: „Sich für sehr klare Ziele zusammenschließen“ ist möglich, findet Menschenrechtsaktivistin Tülin Duman, die sich in diversen Projekten gegen Sexismus, Homo- und Transphobie sowie gegen Rassismus engagiert. Gerade in Zeiten, in den der rechte Diskurs herrscht, müssen Feministinnen sich gemeinsam der männlichen Dominanzkultur mit klaren Bekenntnissen entgegen stellen.

Zukunftsgerichtet

Feministische Sommeruni Publikum Generationenmix © Digitales Deutsches Frauenarchiv/Tanja SchnitzlerAuch Pläne für die Zukunft wurden geschmiedet: So ist für den 8. März 2019 ein deutscher Frauenstreiktag geplant, wie Theresa Hartmann vom „Frauen*streik Bündnis“ auf der Sommeruni präsentierte: In Anlehnung an Streiks in Spanien (2018: 5 Millionen Frauen beteiligt), Argentinien oder Polen wollen sie 2019 beginnen, den Frauenstreiktag auch in Deutschland zu etablieren. 2020 soll er dann noch größer werden.

An der feministischen Sommeruni wurde deutlich: Viele Probleme der Feministinnen von heute waren auch die der Feministinnen von früher. Mit dem Digitalen Deutschen Frauenarchiv gibt es nun die Adresse im Netz, um aus ihrer Geschichte zu lernen.

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Zu Besuch im FMT: Kölner OB Henriette Reker

v.l.: OB Henriette Reker, Alice Schwarzer, Jasmin Schenk, Sarah Dolguschin und Julia Hitz

Am 27. August war auf Einladung von Alice Schwarzer die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker zu Besuch im Turm. In Begleitung ihrer Mitarbeiterin Dr. Monique Offelder.

Sie hat sich den ganzen Turm erwandert, vom ebenerdigen Gewölbe bis in den vierten Stock, wo die öffentliche Bibliothek ist. Da staunte die Oberbürgermeisterin nicht schlecht: Was Feministinnen schon alles gedacht und geschrieben haben – das ist ja da alles in den Regalen verstaut, in den Computern verschlagwortet und kann vor Ort eingesehen und studiert, oder online recherchiert werden.

Die Kölner Oberbürgermeisterin ist übrigens die einzige weibliche Oberbürgermeisterin in ganz Nordrhein-Westfalen! Also im größten und bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands. Und, das sei bei der Gelegenheit angemerkt: Sie gehört zu einer bedrängten Sorte. Die Zahl der in der Kommunalpolitik aktiven Frauen steigt nicht etwa, sie sinkt. „Ich halte“, sagt Reker, „dann oft als einzige Frau Vorträge vor lauter Männern.“

Henriette Reker selbst ist übrigens engagiert bei den Soroptimistinnen aktiv, in der weltweiten Vereinigung berufstätiger Frauen.

Als die Oberbürgermeisterin nach dem Ausblick hinter den Zinnen auf den Dom und das Siebengebirge wieder hinabstieg in die Männerwelt, murmelte sie: „Was für ein toller Ort für Frauen!“ Und, schon lauter: „Ich komme bald wieder.“

Der Bibliotheksraum des FMT

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Geschichte: Der legendäre Tomatenwurf

Helke Sander hält ihre Rede auf der 23. SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt/Main am 13.9.1968 Quelle: Filmstill aus SWR-Report, September 1968
Helke Sander hält ihre Rede auf der 23. SDS-Delegiertenkonferenz in Frankfurt/Main am 13.9.1968

Auf der 23. Delegiertenkonferenz des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) in Frankfurt fordert Helke Sander, Filmemacherin und Aktivistin im Berliner Aktionsrat zur Befreiung der Frauen, in ihrer Rede: „Wir können mit der Lösung der gesellschaftlichen Unterdrückung der Frauen nicht auf Zeiten nach der Revolution warten, da eine nur politisch-ökonomische Revolution die Verdrängung des Privatlebens nicht aufhebt.“

Privatbesitz
Ulrike Meinhof, 1961

Erbost über die Ignoranz und Arroganz, mit der die SDS-Genossen auf Helke Sanders Rede reagieren, wirft die Romanistik-Studentin Sigrid Rüger drei Tomaten – und trifft auf dem Podium den SDS-Cheftheoretiker Hans-Jürgen Krahl. Die Presse von Spiegel bis Zeit berichtet. Einer der klügsten Kommentare zur Tomatenwurf-Debatte erscheint in der Zeitschrift konkret. Sein Titel: „Die Frauen im SDS oder: In eigener Sache„. Autorin: Ulrike Meinhof, die zwei Jahre später als Teil der „Baader-Meinhof-Gruppe“ (später RAF) untertaucht und in den „bewaffneten Widerstand“ geht.

> mehr zu 1968 in der Chronik der Neuen Frauenbewegung

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Die Geschichte von Frauen entdecken…

Was hat die Akteurinnen der Neuen Frauenbewegung mobilisiert und was war ihnen besonders wichtig? Ist die aktuelle #metoo-Bewegung die Fortsetzung der Proteste gegen Belästigung in der Neuen Frauenbewegung in Deutschland? Warum ist Abtreibung in Deutschland immer noch nicht das Recht der Frauen? Und warum beschweren sich junge Familien heute noch über dieselben Probleme wie Mütter (und Väter) in den 1970er-Jahren?

Demo gegen BVG-Urteil, 1975 © Michael Meyborg (FMT-Signatur: FT.02.0026)
Demo gegen BVG-Urteil, 1975

Der FMT (FrauenMediaTurm), feministisches Archiv und Bibliothek in Köln, hat es sich zur Aufgabe gemacht, ForscherInnen, Studierenden und JournalistInnen auf diese Fragen Antworten zu geben – mit Quellenmaterial, Literatur und Bildern. Neben dem Besuch in unserer traumhaft schönen Präsenzbibliothek mit Blick auf den Rhein, ist ein Teil unseres Materials auch online zugänglich – aufbereitet und übersichtlich.

Dabei müssen und wollen wir mit der Zeit gehen. Deswegen haben wir unserer Webseite einen neuen, frischeren Look verpasst und sie für die mobile Nutzung fit gemacht – in Zusammenarbeit mit der Designagentur Palasthotel. Was sich nicht geändert hat, sind die Inhalte unserer Webseite. Die Einblicke in die Geschichte der Neuen Frauenbewegung erlauben, ihre Themen nachzuvollziehen oder aktuelle und historische Frauenrechtlerinnen kennenzulernen.

In Zukunft wird es auf unserer Seite öfter und mehr neue Inhalte geben: Inputs zu aktuellen feministischen Themen, historische Kontexte, interessante Quellensammlungen für die Forschung u.v.m. Regelmäßig vorbeischauen lohnt sich! Oder uns auf Facebook abonnieren.

Mit feministischen Grüßen,

Das Team des FMT

FMT Team 08/2018, Copyright: FMT

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Feministische Sommeruni am 15.9.2018 in Berlin

Feministische Sommeruni 2018 Facebook Header

Am 15. September öffnet die Humboldt-Universität zu Berlin ihre Tore für die Feministische Sommeruniversität 2018: 60 Vorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen (veranstaltet von DDF und i.d.a.) von FeministInnen aller Horizonte, der FMT ist mit zwei Veranstaltungen dabei:

Loewenlounge im 1. OG Humboldt Universität © FMT
Hier brüllen die Löwinnen! Die Installation des FMT in der Löwenlounge im 1. OG der Humboldt Uni Berlin

In der Löwenlounge (Humboldt-Universität, Unter den Linden 6, Hauptgebäude, 1. OG) laden wir zum Eintauchen in die Geschichte der Pionierinnen der Neuen Frauenbewegung ein. Unser HerStory-Projekt ist noch voll im Gange. Die Installation mit 4 Bildschirmen zeigt jedoch elf erste Interviewausschnitte. Im Gespräch: frühe Feministinnen, die sich an die goldenen Zeiten des Aufbruchs erinnern, an Übermut, Radikalität und Zusammenhalt. Frauen gemeinsam sind stark! Das zeigt auch eine großflächige Projektion mit Fotos aus der Zeit.

FMT-Signatur: PT.1979-03
Plakat Berliner Sommeruniversität, 1979

Am Samstagabend geht es in einem Podiumsgespräch um den Backlash in Sachen Abtreibung: EMMA-Reakteurin Chantal Louis diskutiert mit der Berliner Gynäkologin Bettina Graber und Medical Students for Choice von der Charité, 20 Uhr, Hörsaal 2094 im Hauptgebäude.

Die Sommeruni ist an ihre historischen VorgängerInnen in den Jahren 1976 bis 1983 angelehnt: Dort wurden die großen Kontroversen der Neuen Frauenbewegung ausgetragen. Heute geht es u.a. um 100 Jahre Frauenwahlrecht, Rassismus und Feminismus, #MeToo und gendersensible Sprache.

> zum Programm der feministischen Sommeruni

(Vorsicht: Anmeldung nur bis 5.9.2018!)

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Alice Schwarzer: Ein Turm für Frauen allein

An diesem Tag im Juni 1994 gab es einen guten Grund, unter der Glaskuppel des obersten Turmgeschosses die Sektkorken knallen zu lassen: Gerade war, inmitten der Umzugskisten, das 20.000ste Dokument in die EDV eingegeben worden. Inzwischen sind es noch mehr Bücher, Aufsätze, Zeitschriften, Pressedossiers, Plakate und Flugblätter; alle im Computer mit Titeln und Stichworten zu Personen wie Inhalten erfaßt, abrufbar per Knopfdruck. Und jährlich kommen rund 2000 Dokumente dazu.

Jetzt, zehn Jahre nach dem Start, ist der FrauenMediaTurm (bisher: Das Feministische Archiv und Dokumentationszentrum) das besterschlossene Infozentrum zu Frauenfragen im deutschsprachigen Raum. Es gibt Auskunft über das, was bewußte Frauen in den vergangenen Jahrzehnten, Jahrhunderten, ja Jahrtausenden schon alles gedacht, getan und geträumt haben – und das ist so unendlich viel mehr, als wir alle noch bis vor kurzem auch nur ahnten.

Die "lila, weißen und grünen Suffragetten" beim Marsch durch London, Oktober 1908 © Museum of London
Die „lila, weißen und grünen Suffragetten“ beim Marsch durch London, Oktober 1908

Die Spurensicherung im FrauenMediaTurm wird von Frauen betrieben – und das an einem der schönsten und stolzesten Orte, den Frauen je für sich erobert haben. Eines der Schlüsselbücher frauenbewußten Denkens trägt den Titel „Ein Zimmer für sich allein“. Seine Autorin, die englische Schriftstellerin Virginia Woolf (1882-1941) würde es wohl kaum fassen können, daß ausgerechnet bewußte Frauen „einen Turm für sich allein“ haben. Denn nicht nur die Schriftstellerinnen früherer Zeiten schrieben ihre Werke auf dem Küchentisch oder dem Damenschreibtisch im gemeinsamen Schlafzimmer… Männern aber gehört die Welt: von der Eckkneipe über den Fußballplatz und die Chefetage bis hin zum Parlament. Doch Raum für Frauen? Raum, in dem Frauen für sich sein können, alleine oder mit anderen Frauen? Raum, in dem Nachdenken, Besinnung oder Miteinander möglich ist? Raum, in dem Frauen gar das Sagen haben?

Als das Feministische Archiv, das zunächst in Frankfurt war, 1988 nach Köln kam, war noch nicht vorauszusehen, daß es als FrauenMediaTurm bald an den symbolträchtigsten Ort der Kölner Geschichte ziehen würde. Jahrhundertelang wurde auch hier Männergeschichte gemacht, konnten Männer auf dem aufbauen, was andere Männer vor ihnen gedacht, gesagt und getan haben. Männer stehen auf den Schultern von Riesen. Frauen fangen immer wieder von vorne an. Sie sind geschichtslos. Daß das anders wird, dazu will der FrauenMediaTurm beitragen.

Die gemeinnützige Stiftung hat mit der Stadt Köln einen Erbbaurechtsvertrag über insgesamt 70 Jahre abgeschlossen (30 Jahre plus zweimal 20 Jahre Option). Bis mindestens zum Jahre 2061 wird der Bayenturm also ein Frauenturm sein. Danach ist es an den Riesinnen, die auf unseren Schultern stehen, diesen Hort der Frauengeschichte zu erhalten.

Tagebücher von Minna Cauer, im Original im FMT © FMT / Bettina Flitner
Tagebücher von Minna Cauer, im Original im FMT

Die politische Idee eines Frauenarchivs ist so alt wie naheliegend. Schon 1895 schrieb Maria Lischnewska in der von Minna Cauer herausgegebenen Zeitschrift „Die Frauenbewegung“: „Das Besondere ganz zu erfassen und doch den Blick auf das Allgemeine nicht zu verlieren, bedarf eines ernsten und mühevollen Studiums. Die Frauenzeitungen sind wohl ein wertvoller Wegweiser dafür, doch erschöpfend zu helfen vermögen sie nicht.“ Daraus gab es für die frühe Frauenrechtlerin nur eine Konsequenz: „Wir brauchen eine Bibliothek für die Frauenfrage und die Reichshauptstadt müßte sie schaffen. Diese Bibliothek denke ich mir als eine Sammelstätte für alles, was Deutschland und das Ausland an bedeutenden Leistungen auf dem Gebiete der Frauenfrage hervorgebracht haben und noch hervorbringen. (…) Die Bibliothek würde der Frauensache der Gegenwart einen großen Dienst leisten. Sie würde uns befähigen, sicherer zu urteilen und konsequenter vorwärts zu schreiten.“ – Der „Radikale Flügel“ der Frauenbewegung setzte die Idee in die Tat um und eröffnete das Archiv „Frauenwohl“. Nur ein geringer Teil der Bestände überlebte die Nazizeit…

Auch für die neuen Feministinnen war es, mehr als ein halbes Jahrhundert später, rasch klar, daß das Wissen über das Leben, Denken und Handeln von Frauen systematisch gesammelt und verbreitet werden müßte, damit Frauen weiterdenken können. Doch im Zeitalter der Informatik genügen nicht mehr der gute Wille und das fleißige Sammeln von Büchern und Dokumenten. Längst ist die Erfassung und Vermittlung von Information zu einer regelrechten Wissenschaft geworden und modernste Technik unerläßlich. Professionalisierung und Technisierung aber bedeuten Geld; mehr Geld, als durch so ein Dokumentationszentrum zu erwirtschaften wäre.

Daß die nötigen Mittel da waren, ist Jan Philipp Reemtsma zu verdanken, der 1983 eine generöse finanzielle Starthilfe gab und die gemeinnützige Stiftung mit einem Grundkapital sowie Mitteln für die Aufbauphase ausstattete. Entstanden war die Idee bei unserer gemeinsamen Initiierung des „Instituts für Sozialforschung“ in Hamburg. Ich gehörte zu der Gruppe politisch engagierter Intellektueller, die das Kind mit aus der Taufe hoben. Spätestens da wurde mir schmerzlich klar, daß es für Frauen noch nicht mal die rudimentärsten Grundlagen zur Forschung gab: keine Fachbibliothek, keinen Hort des Wissens, wenig Voraussetzung zum Weiterdenken…

Als ich Anfang der 7oer Jahre begann, mich für die Sache der Frauen zu engagieren, war es mir wie den meisten gegangen: Ich glaubte mich in der Stunde Null. Auch wir neuen Feministinnen waren damals überzeugt, wir seien – abgesehen von ein paar vereinzelten Vorläuferinnen – die ersten, die es wagen, der Männermacht endlich die Stirn zu bieten. Doch weit gefehlt. Es gab ja so viele vor uns. Und wir hätten von Anfang an weiterblicken können, statt (wieder einmal) von vorne anzufangen.

Verhaftung Emmeline Pankhursts vor dem Buckingham Palace, 1914 © Museum of London
Verhaftung Emmeline Pankhursts vor dem Buckingham Palace, 1914

Daß die Geschichte unserer Unterdrückung und unseres Widerstandes kaum aufgeschrieben, wenig beachtet und gerne verfälscht oder geleugnet wird, ist kein Zufall, sondern hat System. Geschichtslose Frauen sind identitätslose Frauen. Sie bleiben relative Wesen, die sich selbst nur in Relation zum Mann begreifen können. Nach dem heutigen Forschungsstand müssen wir davon ausgehen, daß die Dominanz der Männer schon seit Jahrtausenden währt und es nur wenige begrenzte Ausnahmen von wirklicher Gleichheit oder gar Frauenübermacht gab. Umso bemerkenswerter ist es, daß Frauen trotzalledem nie wirklich resigniert haben. Es gab zu allen Zeiten Frauen, die aus ihren (nur selten vergoldeten) Käfigen und Kemenaten ausbrachen.

Da waren die Denkerinnen der Antike, einem Sokrates oder Platon durchaus ebenbürtig; da waren die religiösen Frauenbewegungen oder Beginen, die in Weisheit und Tüchtigkeit der männlichen Geistlichkeit in nichts nachstanden; da waren die Vordenkerinnen der Renaissance, denen sogar die Männer lauschten; da waren die Handwerkerinnen, Geschäftsfrauen oder Kriegerinnen, die selbstverständlich „ihren Mann“ standen; da waren Pionierinnen wie Christine de Pizan (1365-1429), Mary Wollstonecraft (1759-1797) oder Olympe de Gouges (1748-1793). Im Jahr 1793 veröffentlichte die Citoyenne de Gouges im blutigen Schatten der französischen Revolution ihre stolze „Déclaration des droits de la femme“: Die Frau „ist frei und dem Manne in allen Rechten gleich“ geboren. Und da sie das Recht habe, aufs Schafott zu steigen, müsse sie auch das Recht haben, auf die Rednerbühne zu steigen. Die Feministin de Gouges bekam das Recht, aufs Schafott zu steigen, wo sie am 3. November 1793 enthauptet wurde.

Doch weder durch die Verfolgung und Ermordung einzelner noch durch die Ausrottung (Hexenverfolgung) oder Einschüchterung vieler (die Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu einem gesetzlichen Versammlungsverbot für Frauen ging!) war das öffentliche Denken und Handeln von Frauen nun noch länger aufzuhalten. Mitte des vergangenen Jahrhunderts formierten sich in ganz Europa, in Amerika und Asien Frauenbewegungen, die mindestens so erfolgreich waren – und ebenso umstritten – wie ihre heutigen Nachfolgerinnen.

In Deutschland stehen Namen wie Louise Dittmar (1807-1884), Hedwig Dohm (1833-1919) oder Anita Augspurg (1857-1943) für den Kampf zur Befreiung der Frauen aus dem Sklavenstatus: Zwangsehe, Prügelrecht des Ehemannes, Berufsverbot, Frauenhandel, kein Wahlrecht und Ausschluß von Wissen und Macht. Doch obwohl diese Frauen mit dem Kampf um Menschenrechte für ihr eigenes Geschlecht schon die Hälfte der Menschheit auf den Schultern hatten, richteten sie immer ihren Blick auf die ganze Welt. Die ersten Proteste gegen die Versklavung von Schwarzen kamen von weißen Frauen; unter den wenigen Pazifisten in Zeiten allgemeinen Kriegswahnes wie 1914-1918 waren auffallend viele Frauen und vor allem Frauenrechtlerinnen; und für eine Frau wie Anita Augspurg, die erste deutsche Juristin, war es selbstverständlich, schon 1923 öffentlich die Ausweisung des Österreichers Hitler aus Deutschland zu fordern.

Die engagierte Frauenrechtlerin Anita Augspurg gehörte, ganz wie die heute für den FrauenMediaTurm Verantwortlichen, zu den sogenannten „Radikalen“ (radikal im Sinne von: an die Wurzel gehend). Charakteristisch für die Position der Radikalen – in deren Tradition sich auch der FrauenMediaTurm versteht – ist die Kritik der Ideologie von der sogenannten „Natur der Frau“ und die aus ihrer angeblichen „Andersartigkeit“ abgeleitete Arbeitsteilung und Rollenzuweisung. Kein Wunder also, daß die radikalen Feministinnen als erste auf den Listen der Nationalsozialisten standen. Der Nachlaß von Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann zum Beispiel, die beide 1943 im Züricher Exil starben, wurde von den brandschatzenden Nazihorden ebenso vernichtet wie der aller Frauenrechtlerinnen.

Kurz nach der Machtergreifung der Faschisten wurden dann auch die gemäßigteren und angepaßteren unter den eigenständigen Frauenorganisationen verboten. Die Nationalsozialisten, dieser Gipfel des Männlichkeitswahns, waren eindeutig auch eine Reaktion auf die historische Frauenbewegung. Denn der war es in der Tat gelungen, die Hierarchie der Geschlechter ernsthaft zu erschüttern.

Nach 1945 dauerte es noch ein Vierteljahrhundert, bis auch die deutschen Frauen wieder auf die Barrikaden gingen. Und es war wohl kein Zufall, daß sie innerhalb der westlichen Welt die Zögerlichsten waren und die Letzten. Zu gründlich war gerade ihre Geschichte ausradiert worden.

© Michael Meyborg (FMT-Signatur: FT.02.0026)
Demo gegen BVG-Urteil, 1975

Nach dem spektakulären Aufbruch in den 70er Jahren folgte in den 80er Jahren eine Phase der Differenzierung und Rückbesinnung. Nun begannen auch deutsche Feministinnen, die verschütteten Spuren ihrer Vergangenheit freizulegen – und ihre eigenen zu sichern. Denn schon jetzt ist der neue Feminismus dieser so bewegten und ideenreichen 70er Jahre Geschichte und droht in Vergessenheit zu geraten. Denn feministisches Denken liegt ja immer quer und hat sich täglich neu zu behaupten gegen den Mainstream der Männermedien.

Seit ich mich mit der Geschichte von Frauen beschäftige, drängt sich mir ein Bild auf: Das Bild eines kleinen Sandhaufens am Meer, der, mühsam aufgeschichtet, immer wieder von gewaltigen Wellen weggespült wird. Und dann geht es wieder von vorne los mit dem Aufschichten…

Die Dokumentation im FrauenMediaTurm will Wissen und Erfahrung von Frauen sichern. Sie reicht von historischen Originaldokumenten (wie zum Beispiel den Tagebüchern der führenden Frauenrechtlerin Minna Cauer, 1841-1922) bis hin zu einer minutiösen Chronik der Neuen Frauenbewegung (mit Original-Arbeitsmaterialien, Flugblättern, Artikeln und Büchern).

In dieser Chronik spiegelt sich die erste Tomate, die Sigrid Rüger am 13. September 1968 dem SDS-Bonzen Hans-Jürgen Krahl an den Kopf warf, ebenso wie die Selbstbezichtigungsaktion der 374 Frauen im „Stern“: „Ich habe abgetrieben und fordere das Recht für jede Frau dazu!“ oder die Eröffnung der ersten Gleichstellungsstelle (1982 in Köln) und die Ernennung der ersten Frauenministerin (1986 in Bonn). Wann entstand wo und unter welchen Bedingungen welcher Gedanke? Wie wurde er aufgegriffen? Wer setzte ihn um?

Das Verfolgen feministischer Spuren zeigt, daß zwischen der ersten Forderung von Feministinnen und einer Beachtung des Problems durch eine breitere Öffentlichkeit im Schnitt zehn Jahre liegen und dabei vieles auf der Strecke bleibt. Das gilt zum Beispiel für die von Frauen geleistete Gratisarbeit, die von Feministinnen seit Anfang der 70er aufgerechnet und von der UNO Ende der 70er aufgegriffen wurde (Frauen machen weltweit zwei Drittel der Arbeit, erhalten dafür zehn Prozent des Lohns und ein Prozent des Besitzes), aber von der Politik erst in den 80ern zögernd thematisiert wurde. Das gilt ebenso für den sexuellen Mißbrauch von Kindern, der im deutschen Sprachraum 1978 erstmals in „Emma“ zur Sprache gebracht und erst Ende der 80er für die übrigen Medien überhaupt Thema wurde. Das gilt nicht für das Recht auf Abtreibung, das seit dem ersten spektakulären Protest 1971 ein tristes Dauerthema ist…

© J.H. Darchinger/Friedrich-Ebert-Stiftung
Eröffnung des „Jahres der Frau“, Bonn 1.12.1975 : Frauen demonstrieren vor der Beethovenhalle

Sprache ist der Stoff, in dem wir denken und fühlen. Diese Sprache ist selbstverständlich nicht neutral – und formt schon unsere Gedanken. Spätestens die feministischen Sprachforscherinnen haben bewiesen, daß unsere Sprache „männlich“ ist, weit über das vielzitierte „man“ und „frau“ hinaus. Auch Wissenschaft ist nicht neutral. Über Jahrtausende war gerade sie eine Männerbastion, in die sich Frauen überhaupt erst Anfang dieses Jahrhunderts Einlaß erkämpften. Und es ist für Wissenschaftlerinnen auch heute noch nicht leicht, in dieser weiterhin von Männern beherrschten und definierten Domäne unabhängiges und widerständiges Denken zu üben.

Zum neuen Denken kommen die neuen Methoden: Schon das Instrumentarium, mit dem ein feministisches Archiv die Dokumente erschließt, ist weitgehend neu zu erarbeiten. Für all die neubenannten Probleme schufen nicht nur Feministinnen neue Begriffe. Diese neuen Wörter wurden von den Mitarbeiterinnen des FrauenMediaTurms in den vergangenen Jahren systematisch erfaßt und in den ersten feministischen Thesaurus in deutscher Sprache umgesetzt. Die darin alphabetisch wie hierarchisch aufgelisteten Schlagworte sind Grundvoraussetzung für eine qualifizierte dokumentarische Arbeit. Der Thesaurus erscheint im August 1994 zur Eröffnung des FrauenMediaTurm.

Feministische Arbeit ist immer Pionierarbeit, das macht es so schwer, auch in diesem Falle. Zwar sprießen seit Mitte der 80er die Initiativen zur Archivierung von Frauenthemen an Universitäten und in Frauenprojekten und gibt es inzwischen weltweit ein regelrechtes Netz feministischer Archive. Doch es fehlen die Mittel, die Arbeit der Spurensicherinnen ist meist ehrenamtlich. Und genau das macht das Besondere des FrauenMediaTurms aus: Daß er die Mittel für bezahlte Arbeit und Anschaffung von Dokumenten und Technik hat. Nur darum kann die Nutzung des FrauenMediaTurms so kostenfrei sein wie die Nutzung jeder öffentlichen Bibliothek und die Fernnutzung erschwinglich. Konkret: Ab der Wiedereröffnung Ende August 94 ist der FrauenMediaTurm jeden Dienstag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr für Nutzerinnen und Nutzer geöffnet. Sie finden Arbeitsplätze und Beratung in der Bibliothek im 4. Stock. Die Möglichkeit zur Fernnutzung – für Medien, Forschung, Politik – beginnt Anfang 1995 zu funktionieren, da der Aufbau des Dokumentationsservices noch nicht ganz abgeschlossen ist.

„Die Geschichte aller Zeiten, und die heutige ganz besonders, lehrt, daß diejenigen auch vergessen wurden, welche an sich selbst zu denken vergaßen“ – so hat es vor fast anderthalb Jahrhunderten die Frauenrechtlerin Louise Otto-Peters formuliert. An uns also, selbst unsere Geschichte zu machen und sie zu dokumentieren. Die Geschichte des FrauenMediaTurms ist ein Stück davon und sei darum hier auch aus meiner Sicht zuende erzählt.

© FMT / Bettina Flitner
Zeitschriftenregal in der Bibliothek des FMT

Den Tip, mich für das Archiv um den Bayenturm zu bemühen, bekam ich von einem Architekten. Meine erste offizielle Anfrage, ein Brief 1988 an den damaligen Oberstadtdirektor Kurt Rossa, löste Erstaunen aus, aber auch Geneigtheit. Warum nicht. Warum nicht wenigstens einen der vielen Kölner Wehrtürme (statt wie bisher an einen der zahlreichen Karnevalsvereine) zum Beispiel an ein Frauenarchiv geben? An ein Archiv, das die Medienstadt Köln bereichern würde. An ein Archiv, das den Turm zugänglich machen und ihn dennoch „kostenneutral“ halten könnte (was bedeutet: Die Nutzerinnen zahlen soviel Pachtzins, daß der armen Stadt keine weiteren Unterhaltungskosten entstehen). Das leuchtete nicht nur einer entschlossenen Frauenriege ein, sondern auch einigen Männern in Politik und Verwaltung.

Doch ohne die buntgemischte Frauenriege wäre das Frauenarchiv wohl dennoch nie in den Turm gezogen. Eine Riege, die quer durch alle Parteien ging und zu der die energisch-selbstbewußte Vorsitzende der Kölner Frauenvereinigung, Charlotte von der Herberg (CDU) ebenso gehörte wie ihre engagierte Stellvertreterin der Frauenvereinigung (heute Vorsitzende) und NRW-Landtagsabgeordnete Marita Rauterkus (SPD). Hinzu gesellte sich die damalige, hochgeachtete Stadtkonservatorin Prof. Hiltrud Kier. Vor allem Frau Kier – die die Coolness hatte, nie offen politisch zu argumentieren, sondern immer nur betont konservatorisch – trug entscheidend dazu bei, daß der FrauenMediaTurm in dem von ihr beschriebenen „Krimi“ um den Bayenturm nicht als Leiche endete!

Entschlossen agierte die Frauenfront über all die Jahre – von meinem ersten Schreiben am 14.3.1988 an die Stadt über die Vertragsunterzeichnung am 3.7.1991 bis zum endgültigen Einzug im Frühling 1994 – pro Frauenarchiv und Hand in Hand mit einer wachsenden Minderheit sympathisierender Männer (zu denen sich ohne Zögern auch unser Notar, der Ex-CDU-Vorsitzende Dr. Axel Rodert gesellte).

Zum Glück. Denn ohne diese Unterstützung hätte ich den oft nervenaufreibenden Kampf um diesen so stolzen Ort vielleicht doch irgendwann aufgegeben. Schließlich intrigierte gleichzeitig eine entschlossene Front gegen das Frauenarchiv, und das vor allem hinter den Kulissen. Dabei spielten die Grünen bedauerlicherweise eine hervorragende Rolle. Anscheinend haben sie mir nie verziehen, daß nicht die von ihnen favorisierte Jazzhaus-Schule den Zuschlag für den Turm erhielt, sondern ein feministisches Archiv. Hinzu kommt, daß sie, wie alle männerbeherrschten „fortschrittlichen“ Politverbände, im Dauerkonflikt mit den autonomen, den wirklich unabhängigen Feministinnen stehen. Wie lange dieser Konflikt schon schwelt und welche politischen Hintergründe der Kampf der Linken gegen die Feministinnen hat (von der Querelle des femmes im 15. Jahrhundert bis zum Spott der Studentenbewegung im 20.) – auch das ist im FrauenMediaTurm nachzulesen.

Da ist es fast ein Wunder, daß das Archiv doch noch in den Turm eingezogen ist. Hinzu kam der Glücksfall, daß der FrauenMediaTurm für den Innenausbau des Turms eine Architektin gewinnen konnte, deren Arbeit selbst ein Stück feministischer Utopie verkörpert.
Dörte Gatermann (Architekturbüro Gatermann + Schossig) setzte rigoros das Konzept eines „modernen Kleides im historischen Mantel“ durch. Die strikte Funktionalität und Sachlichkeit ihrer Architektur wird vollkommen durch die Sinnlichkeit und Harmonie von Farben und Formen, die bis ins letzte Detail geht. Hier vereinen sich die angeblich „weiblichen“ oder „männlichen“ Qualitäten ganz einfach zu Qualität. Bei Gatermanns Architektur steht der Mensch im Mittelpunkt – gleichzeitig aber ist ihre Architektur eine Herausforderung für den Menschen. Und ein Vergnügen. Es ist einfach schön, in diesen Räumen zu arbeiten!

Da das Frauenarchiv, dank der bürokratischen Mühlen, die bekanntlich langsam mahlen, erst mit zwei Jahren Verspätung einziehen konnte und das dann immer noch in eine regelrechte Baustelle, hatten wir Muße zu beobachten, wie die Mehrheit der am Wiederaufbau und Ausbau beteiligten Männer sich der Qualität der Architektur nicht entziehen konnten und nun auch ihrerseits ihr Bestes lieferten. Doch als „die Frauen“ dann wirklich einzogen, wurde es einigen mulmig. Ziehen denn hier wirklich nur Frauen ein? Wollen Sie ganz alleine in dem Turm bleiben? Und wo ist ihr Chef? So und ähnlich lauteten die Sprüche… Spätestens bei der Eröffnung wird klar werden: Dieser Turm ist keineswegs eine Nummer zu groß für Frauen. Höchste Zeit, die Männergeschichte der Türme dieser Welt durch die Frauengeschichte zu ergänzen!

Nicht zufällig sind „Feministinnen der ersten Stunde“, Pionierinnen der Neuen Frauenbewegung stiftungsrechtlich und für die politische und wissenschafltiche Konzeption des FrauenMediaTurms verantwortlich. Mit mir im Vorstand der Stiftung ist die Berliner Psychologin Dr. Ursula Scheu („Man wird nicht als Mädchen geboren, sondern dazu gemacht“) und die Pariser Pädagogin Anne Zelensky (unter anderem Präsidentin der „Liga für Frauenrechte“). Die Besetzung des Beirates, der dem Vorstand beisteht, spiegelt die Spanne des politischen und fachlichen Spektrums, für die der FrauenMediaTurm steht. Im Beirat des FrauenMediaTurms sind heute: Anke Brunn, Wissenschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen; Dr. Anita Heiliger, Soziologin und Jugendforscherin in München; Tobe Levin, Soziologin und Frauenforscherin in Frankfurt; Prof. Sigrid Metz-Göckel, Leiterin des Hochschuldidaktischen Zentrums der Universität Dortmund; Prof. Renate Möhrmann, Professorin für Theater, Film und Fernsehen in Köln und Wien; Ayla Neusel, Soziologin und Leiterin der Gesamthochschule Kassel; Prof. Heide Pfarr, Professorin für Recht an der Universität Hamburg (und Ex-Ministerin in Hessen und Berlin); Dorothee Reinhold, Informationswissenschaftlerin und Diplom-Dokumentarin bei der Landesanstalt für Rundfunk in Düsseldorf; Prof. Eva Rieger, Professorin für Musik an der Universität Bremen; Prof. Rita Süssmuth, Präsidentin des Deutschen Bundestages; sowie Dorothee Vorbeck, Pädagogin (und Staatssekretärin a.D.) in Frankfurt.

Die Arbeit des FrauenMediaTurms ist und bleibt der Aufklärung verpflichtet. Die Frau ist frei geboren. Dazu, daß sie auch frei leben kann, will der FrauenMediaTurm in Zukunft beitragen. Die Kölner Legende will, daß beim Erstürmen des Bayenturmes im Jahre 1262 erstmals der Ruf erschallte: Kölle alaaf! (Kölner voran). Ab sofort gilt bei Annäherung an den Turm der Schlachtruf: Wiever alaaf!

Alice Schwarzer, Juli 1994

Quelle: Schwarzer, Alice (Hrsg.): Turm der Frauen – Der Kölner Bayenturm. Vom alten Wehrturm zum FrauenMediaTurm. Köln: DuMont, 1994. S.52 – 68.

Praktikantinnen gesucht

Der FrauenMediaTurm nimmt laufend Praktikantinnen für seine wissenschaftliche Bibliothek und für die Dokumentation der Frauenbewegung. Wir erwarten fundierte EDV-Kenntnisse, Flexibilität und Engagement. Praktikumsdauer: mindestens acht Wochen, gerne drei Monate.

Voraussetzungen: wissenschaftliche Qualifikation und Interesse an Frauen/Genderthemen. Erfahrungen im Bibliotheks-/Archivwesen oder den Medien willkommen. Schriftliche Bewerbungen mit Foto an: FrauenMediaTurm, Bayenturm, 50678 Köln oder info@frauenmediaturm.de

Aufbau und Nutzung des FMT-Bildarchivs

FT.01.Dohm.02, Public Domain
Hedwig Dohm, 1870

Mit einem permanent aktualisierten Bildarchiv  von rund 8.000 Bildern – Fotos, Flugblättern, Plakaten – ging der FMT (FrauenMediaTurm) 2008 online. Parallel zur Literaturdatenbank mit ihren über 60.000 verschlagworteten Texten stellt der FMT damit visuelle Dokumente ins Netz.

Es ist (nach unserer Kenntnis) das weltweit größte Bildarchiv mit feministischem Blick – der Versuch, weibliche Persönlichkeiten und frauenrelevante Events von gestern und heute so objektiv und informativ darzustellen, wie es nach Materiallage möglich ist. Das Bildarchiv konnte auf einer sehr breiten Basis starten, de der EMMA-Verlag dem FMT sein gesamtes, über Jahrzehnte gewachsenes Fotoarchiv zur Verfügung gestellt hat. Es ist das erste Mal, dass ein politisches Archiv systematisch nicht nur Texte, sondern auch Bilder in diesem Umfang online öffentlich macht.

Warum? Wir leben in einem visuellen Zeitalter. Bilder sagen oft mehr als Worte. Und gerade das Frauenbild wird im 21. Jahrhundert vor allem von Bildern geprägt: von „Germanys next Topmodel“ bis zur Kanzlerin, wie die tägliche Praxis der Moden gerade am Beispiel von emanzipierten Frauen zeigt. Bilder von Top-Frauen aber sind häufig kaum auffindbar oder nur im Greisenalter (historisch) bzw. manipulativ. Bilder können lügen und manipulieren wie Texte. Dem setzt der FMT Bilder entgegen, die versuchen, weiblichen Persönlichkeiten umfassend gerecht zu werden. Und die für Frauen wichtige Ereignisse dokumentieren.

© Michael Meyborg (FMT-Signatur: FT.02.0026)
Demo gegen BVG-Urteil, 1975

Ein Schwerpunkt von FMTvisuell sind Porträts von Pionierinnen gestern und heute: Feministinnen, Menschenrechtlerinnen, Politikerinnen, Künstlerinnen, Schriftstellerinnen, Forscherinnen, Sportlerinnen etc. Prominente wie (bisher) weniger bekannte Frauen. Schon das Aufspüren und Auswählen der Fotos und Flugblätter war und ist eine wahre Pionierarbeit.

Eine weitere Entdeckung in FMTvisuell sind die 600 Flugblätter und 200 Plakate. Manche sind fast hundert Jahre alt oder auch ganz aktuell, die meisten jedoch aus den 1970er und 1980er Jahren, dem Aufbruch der Neuen Frauenbewegung. Diese Dokumente sind oft der erste und direkteste Ausdruck der frühen Feministinnen und von einem mitreißenden Elan. Auch dieser Fundus ist von nun an online recherchierbar und bietet so JournalistInnen, ForscherInnen wie PolitikerInnen unmittelbare Einblicke in

Jutta Limbach, erste Richterin am Bundesverfassungsgericht

FMTvisuell versteht sich mit dieser Bild-Dokumentation  als Mittlerin: zwischen den Interessierten in Medien wie Forschung einerseits, sowie den FotografInnen bzw. RechteinhaberInnen andererseits. Der FMT konnte diese Pionierarbeit nur stemmen dank der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit FotografInnen sowie namhaften Archiven und Agenturen wie argus Fotoagentur GbRbpk- Bildarchiv Preussischer KulturbesitzFrank + Marc Darchinger GbRBettina Flitnerlaif – agentur für Photos und reportagenOstkreuz – Agentur der Fotografenphotothek.net Fotoagentur GbRSwarthmore College Peace Collectionullstein bild  und vario images.

Die Geschichte der Frauen ist geprägt von Vergessen und Manipulation. Der FrauenMediaTurm hält nicht nur mit Texten, sondern auch mit Bildern dagegen. Denn Geschichte vermittelt sich nicht nur mit Worten, sondern auch – und vielleicht vor allem – in Bildern. Die Geschichte und Gegenwart der Frauen kann im FMT auch bildhaft recherchiert werden.

Nutzung der Bilder:

Honorare für die Bilder richten sich nach dem Nutzungsmedium und der Auflage/Verbreitung der Publikation. Diese gelten nur für eine einmalige Nutzung für den angegebenen Zweck und Umfang.  Ermäßigungen für gemeinnützige Institutionen und wissenschaftliche Nutzungen sind möglich.

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